(openPR) Das bdvb-Forum am 4. März 2009 auf der CeBIT in Hannover, organisiert von der Fachgruppe Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement, stellt dieses Jahr die Frage nach Trends und Nutzen von IT-Projektmanagement, vor allem im Mittelstand. Ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor in Projekten, insbesondere mit IT-Anteil, sind klare Ziele, die auf begründeten, realistischen Anforderungen basieren.
Es ist ein vielfach bekanntes Dilemma: Der Auftraggeber weiß strategisch, was er will, die Informatik meint zu wissen, was die Benutzer benötigen und die Anwender sind enttäuscht, weil sie nicht das bekommen, was sie gefordert haben. Sie erhalten vielmehr das, was aus Sicht der Auftraggeber und der IT das Richtige zu sein scheint. Aber nicht das, was sie wirklich benötigen. Alles nur ein Missverständnis?
Schon kleine IT-Projekte können strategische Unternehmensentscheidungen darstellen und werden somit schnell zur Chefsache. Die Geschäftsleitung muss mit den Konsequenzen vertraut sein und über die Entwicklung des Projekts von dem Projektverantwortlichen auf dem Laufenden gehalten werden. Selten lassen sich technische Probleme für das Scheitern von IT-Projekten verantwortlich machen. Die Ursachen finden sich erfahrungsgemäß überwiegend in falscher oder fehlender Organisation und Kommunikation. Besonders gefährlich wirken sich dabei aus: kein durchgängig klarer Projektauftrag und sich ändernde Anforderungen.
Was selbstverständlich klingt, ist aber in der Praxis nicht so einfach umzusetzen: Die Projektziele, die Anforderungen und der Umfang des Projekts müssen eindeutig definiert sein, es darf bei den Projektbeteiligten keine Unklarheiten über den Projektauftrag geben. Die technische Entwicklung der letzten Jahre hat zwar Computer-Technologie zum selbstverständlichen Werkzeug in allen Lebenslagen werden lassen, dadurch werden aber der Wirkungsgrad und der Wirkungszusammenhang von IT-Technologie nicht unbedingt besser durchschaubar. Darüber hinaus erfordert diese technische Entwicklung auch eine weitere Spezialisierung der Beteiligten. Das Herunterbrechen von gemeinsamen Zielen auf adäquate Teilprojektziele wird dadurch spürbar schwerer. Andererseits sind gerade im Mittelstand IT-Projekte für die Anwender eine zusätzliche zeitliche Belastung, die sie neben der Erledigung des Tagesgeschäftes zu schultern haben.
Die Bestimmung der Ziele verlangt aber einen regen Dialog zwischen den Entscheidern und den verantwortlichen Mitarbeitern, die sich Verbesserungen am System wünschen. Doch nicht immer sprechen diese die gleiche Sprache bzw. haben die gleichen Interessen. Die Entscheider müssen mit Blick auf das Budget und den Zeitrahmen darauf achten, dass das Projekt nicht ausufert. Jedoch möchte beispielsweise der Produktionsleiter aber keineswegs auf die Funktionen verzichten, die seines Erachtens für die Erreichung des Projektziels nötig sind - und wenn man sowieso gerade dabei ist, kann man ja noch ein paar weitere Funktionen einbauen.
Diesen und anderen Herausforderungen geht das bdvb-Forum am 4. März 2009 auf der CeBIT in Hannover nach, das von der Fachgruppe Wirtschaftsinformatik und Informationstechnik organisiert worden ist. Für die Vorträge konnten namhafte Referenten der GPM (Gesellschaft für Projektmanagement) gewonnen werden. Abgeschlossen wird die Veranstaltung Mit einem Beitrag für praktische Erfahrungen im Projektmanagement.
Die Vorträge im einzelnen:
„Anforderungen in IT-Projekten - Fluch oder Segen?“ - Dipl.-Kfm. Karl-Heinz Dorn (Leitung der GPM Fachgruppe Requirementsmanagement, Mitglied der Fachgruppe WI im bdvb).
„Aktuelle Trends bei Projektmanagement-Software“ - Dr. Mey Mark Meyer (Leitung der GPM Fachgruppe Software für Projektmanagementaufgaben)
„IT-Projekte und Change Management verbinden“ - Dr. Dorothee Feldmüller (Mitglied der GPM Fachgruppe Projektmanagement in der IT)
„Einheit von Projekt- und Prozessmanagement in der Praxis“ -Dr. Steffen Rietz (Leiter der bdvb-Fachgruppe für Geschäftsprozess- und Projektmanagement).
Nähere Informationen zum bdvb-Forum erhalten Sie über die Website des Verbandes (http://www.bdvb.de) sowie über Mail an









