(openPR) Berlin, den 17.03.10. So genannte „Ehrenmorde“ und Zwangsheiraten geschehen auch in Deutschland. Am 29. März um 19.30 Uhr findet dazu in der Urania Berlin ein Podiumsgespräch statt. Zu Gast sind Aylin Korkmaz, Betroffene und Autorin des Buches „Ich schrie um mein Leben“, Serap Altinisik, Leiterin des Referates „Häusliche Gewalt“ von Terres de Femmes und Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen. Die Moderation übernimmt taz-Redakteurin Heide Oestreich. Ein Grußwort spricht Gabriele Gün Tank, Integrationsbeauftragte im Bezirk Tempelhof-
Schöneberg.
Von denjenigen „Ehrenmord“- Fällen, die sich bisher in Deutschland zugetragen haben, zählt dieser zu den spektakulärsten – weil das Opfer überlebte, wenn auch nur knapp. Die Türkin Aylin Korkmaz, Mitte 30, Mutter dreier Kinder, wurde von ihrem Ex-Mann mit 26 Messerstichen in Gesicht und Körper niedergestreckt. „Ehrenmorde“ und die häufig praktizierten Zwangsheiraten sind für viele die erschreckendsten Beispiele
dafür, wie extrem sich die Wertesysteme der verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Deutschland unterscheiden.
Wie aber kann man solche Taten oder Gewalt gegen Frauen generell verhindern und wie kann Frauen in ähnlichen Notsituationen geholfen werden? Reicht es aus, die Täter nach dem hiesigen Strafrecht zu verurteilen? Oder kann unsere Gesellschaft auch andere Wege gehen, um ein friedliches Miteinander zu erreichen? Aylin Korkmaz will den Opfern, die nicht mehr sprechen können, eine Stimme geben und Frauen, die zwangsverheiratet wurden oder Gewalt ausgesetzt sind, ermutigen, einen
Ausweg aus ihrer Situation zu finden. Die Veranstaltung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Fackelträger Verlag, in dem das Buch soeben erschienen ist.








