(openPR) „Wie es eine Geometrie im Raum gibt, gibt es auch eine Psychologie in der Zeit [...].“
Marcel Proust
Anlässlich der Gruppenausstellung „In search of time and remembrance“ präsentiert Epicentro art in Kooperation mit dem Berliner Online-Magazin sugarhigh vom 06. März bis zum 16. März Arbeiten von Nicole Cohen, Marek Brandt, Helmut Uhlig und Gabriel Barcia-Colombo.
Vernissage am 5. März von 18.00-21.00 Uhr
„Identität“ ist eine der zentralen humanwissenschaftlichen Kategorien des 20. Jahrhunderts.
Gleichzeitig hat das 20. Jahrhundert vermehrt dezidierte Auffassungen und Definitionen des Raumbegriffs hervorgebracht.
Der Fokus der gezeigten Arbeiten liegt weniger auf dem Raum des Technischen als vielmehr auf dem subjektiven Raum der imaginativen Selbstverortung des Individuums. Die ausgewählten Werke beschäftigen sich auf vielfältige Weise mit Raum, Identitätssuche und Landschaft sowie mit der Abgrenzung, Erforschung und Verteidigung räumlicher Sphären.
Allen Künstlern ist gemein, dass sie das Medium Video nicht vordergründig auf seine technischen Möglichkeiten hin reflektieren und nutzen. Sie wählen keinen Ansatz, der die Selbstreferenzialität und das technische Potenzial des Mediums auslotet, sondern bedienen sich stattdessen einer inhaltlichen, teils narrativen und poetisch anmutenden künstlerischen Ausdrucksweise.
Nicole Cohens Arbeit „Look Out“ diskutiert die raum-zeitliche Identität einer Landschaft und ist als eine der zentralen Arbeiten für diese Ausstellung ausgewählt worden, da sich in ihr die Begriffe „Raum“ und „Zeit“ sowie „Natur“ und „Kultur“ sinnstiftend manifestieren.
Fragen nach der Reflexion, Erfahrung, Behauptung und Verteidigung von Identität nehmen in den präsentierten Werken einen hohen Stellenwert ein. Die körperliche Präsenz der Protagonisten, die in den Videos zum Ausdruck kommt, ist eng verbunden mit psychologisch-emotionalen Zuständen. Zudem machen Erfahrungen von Orientierungslosigkeit und Irritation eine Neuverortung innerhalb des Raumes und einen veränderten Umgang mit ihm nötig.
Die Problematik der Beziehung zwischen Innen und Außen sowie die Relativität und Brüchigkeit der Grenze, die Innen und Außen voneinander trennt, münden in Marek Brandts ästhetisch-minimalistischer und gleichnishafter Arbeit „Fly“ und in Helmut Uhligs Arbeit „AhabVisionOne“ in aggressiven Handlungen und dem unbändigen Wunsch, dennoch Haltung zu bewahren. Beide Arbeiten skizzieren den symbolischen und imaginären, in sich geschlossenen Raum bis aufs Äußerste. Während es bei Marek Brandt jedoch unmittelbar um die Eliminierung eines Störfaktors von Außen geht, führt der Protagonist in Helmut Uhligs Arbeit einen Kampf mit den eigenen Gefühlszuständen. Auch in Gabriel Barcia-Colombos Arbeit „Animalia Chordata“ geht es um Figuren in einem hermetischen Raumgefüge und um die Frage, wie man sich in diesem bewegen kann und aus ihm befreien soll.
„In search of time an remembrance“ wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Veltins, Gravis und Agrar-und Umwelttechnik Oberlausitz - Agrar-bag













