(openPR) Wer versucht, Jaime Llabrés und seine Bodega Son Prim zu umschreiben, der kommt ganz schnell auf ein schlichtes, aber ebenso gewaltiges Schlagwort: Geradlinig! Die Weine sind geradlinig, Jaime selbst ist ein geradliniger Charakter und selbst sein neuer Weinkeller folgt sehr klaren, eben geradlinigen Strukturen. Auf dem Weg zu dieser Bodega strahlt uns schon von weitem der massive, weiß verputzte Weinkeller entgegen, der auf einer Anhöhe etwas abseits der Straße bei Kilometer 4,8 zwischen Sencelles und Inca steht. Eigentlich befindet sich der Stammsitz der Familie Llabrés in Sencelles. Als ihm die Arbeit im verwinkelten Betrieb zu mühselig und die Kapazitäten zu knapp wurden, hat Jaime Llabrés einfach alles dorthin verlegt, wo er am liebsten ist: Direkt in seinen Weinberg. In einem schnörkellosen Gebäude vereint sich nun alles, was bei der Weinbereitung notwendig und hilfreich ist: Modernste Technik, viel Lagerraum und natürlich ein großzügiger Fasskeller tief in der Erde. So sind die Weine selbst bei der Reifung im Fass mit der Erde verbunden, die sie hervorgebracht hat. Neben den kurzen Wegen während der Lese und der Geräumigkeit des Kellers hat die Verlagerung der Produktionsstätten noch einen weiteren, vielleicht alles entscheidenden Vorteil: Alles ist an einem Ort vereint. Selbst während seiner Arbeiten im Keller hat Jaime alles im Blick und ständig ein Auge auf die umliegenden Weinberge. Zu jeder Zeit weiß er, wie es um die Gesundheit seiner Rebstöcke und die Qualität der heranreifenden Trauben steht. Kurze Wege führen für Jaime so nicht nur zu einer höheren Effizienz, sondern insbesondere auch zu einer höheren Qualität seiner Weine. „Schließlich entsteht die Qualität eines Weins nicht erst im Keller, sondern bereits im Weinberg.“ Rebsorte und Terroir spielen bei Son Prim eine große Rolle. Es werden ausschließlich sortenreine Weine produziert, ein Rotweincuvée kommt für Jaime momentan keines Falls in Frage. Denn jede Rebsorte, jede Lage soll ihren ganz eigenen Charakter erhalten. Ein Eingeständnis hat Jaime jedoch gemacht: Seit kurzem führt Son Prim einen Blanc de Merlot, der für unsere Verkostungen leider noch nicht verfügbar war. „Schließlich will ich ja auch im Hochsommer einen Wein trinken können. Und dafür ist der frische Blanc de Merlot einfach perfekt.“ Nur der eigene Geschmack zählt Überhaupt – bei seinen Weinen verlässt sich Jaime Llabrés weder auf Traditionen noch auf allgemeine Trends. Anders als die meisten Bodegas baut er ganz bewusst nicht die Inselrebsorten Manto- Negro oder Callet an. Maßgeblich ist für ihn einzig sein eigener Geschmack – und natürlich der seiner Freunde. „Wenn der Wein uns gut schmeckt, dann schmeckt er auch anderen gut.“ Ganz nach Jaimes Geschmack sind die internationalen Rebsorten Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah. Auch bei der Reifung seiner Weine lässt sich Son Prim nicht auf starre Regelungen ein. Man muss einem Wein die Zeit geben, die er benötigt. Wenn ein Wein nach 12 Monaten noch nicht reif ist, dann ist er eben einen Monat länger, vielleicht auch ein halbes Jahr länger im Barriquefass. Und so kommt es, dass die Bodega Son Prim nicht die Zustimmung und Zulassung der D.O. Binissalem hat. Für Jaime Llabrés ist dieses Siegel sowieso nur Spielerei und kein wirkliches Zeichen für Qualität. Jeder Winzer muss eben seinen ganz eigenen Weg zum Erfolg finden. Und erfolgreich ist Jaime – das steht außer Frage.













