(openPR) Hohe Effizienzsteigerung und Kostenreduktion im Bereich der Energiewirtschaft
Projektsteckbrief
Zusammenfassung
? Mobiles Workforce Managementsystem für die Techniker der MVV Energie und EVO mit Integration in SAP PM
Herausforderungen
? komplexes IT Umfeld
? Anpassung an die individuellen Bedürfnisse der Techniker
? einfache Bedienung
Projektziele
? Effizienzsteigerung des Entstörungs- Instandhaltungsprozesses
? Kostenreduktion
Hauptnutzen
? Optimierung der Disposition
? Permanente Versorgung der Techniker mit Aufträgen
? Optimierung der administrativen Prozesse
Eingesetzte Produkte
? mobileX-MIP 2.0
? mobileX-Dispatch
Vorhandene Systemlandschaft
? SAP PM
MVV Energie und EVO
Die MVV Energie ist eines der größten regionalen und kommunalen Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen in Deutschland.
Im Stammhaus in Mannheim ist die MVV Energie mit 1730 Mitarbeitern für die Versorgung von ca. 510.000 Kunden mit Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme in der Metropolregion Rhein-Neckar zuständig.
Die Energieversorgung Offenbach (EVO) ist eine Beteiligung im Stadtwerke-Netzwerk der MVV Energie. Die EVO versorgt mit ihren rund 850 Beschäftigten ca. 160.000 Kunden im Rhein-Main-Gebiet zuverlässig mit Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme.
Angesichts der zu erwartenden Senkung der Netznutzungsentgelte (NNE), der bevorstehenden Anreizregulierung und der befürchteten Effizienzvorgaben der Bundesnetzagentur (BNA) an die Netzbetreiber strebten die MVV Energie und EVO an, die Betrieb- und Instandhaltung der Netze noch effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Ein Ansatz hier¬zu ist die Nutzung von Workforce Management. Vor diesem Hintergrund haben MVV Energie und EVO das Workforce Managementsystem der mobileX AG zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung eingeführt.
Anforderungen an mobile IT-Lösungen in der Energieversorgung
Seit dem die von der Bundesregierung nach Novellierung des EnWG eingesetzte Bundesnetzagentur (BNA) ihre Arbeit aufgenommen hat, sehen sich die Netzbetreiber deutlich gestiegenen Anforderungen gegenüber.
Den im besten Falle stagnierenden, wahrscheinlich jedoch sogar sinkenden Erlösen aus den Netznutzungsentgelten, steht ein grundsätzlich unveränderter Aufgabenumfang in Netzen und Anlagen entgegen. Im Zuge der Anreizregulierung sollen diese Aufgaben jedoch kostengünstiger realisiert werden. Dabei gilt es auch weiterhin die gesetzlichen Vorgaben und das technische Regelwerk zu berücksichtigen.
Von Seiten der Kunden wird verständlicherweise erwartet, dass alle Leistungen termingerecht und mit gleichbleibend hoher Qualität erbracht werden. Hierzu gehören besonders auch Erwartungen an geringe Ausfallhäufigkeiten und kurze Wiederversorgungszeiten.
Darüber hinaus verlangt die BNA zahlreiche Auskünfte und Daten, die sie zur Bearbeitung ihrer Aufgaben benötigt. Viele davon erweitern den Erfassungs- und Dokumentationsaufwand des Netzbetreibers. Diese gestiegenen Anforderungen an die Prozessunterstützung und Dokumentation sind im Tagesgeschäft mit den bisher gängigen „Papierlösungen“ nicht effizient realisierbar.
Mobiler Arbeitsplatz
Die Monteure wurden je nach Bedarf mit Laptops oder PDAs ausgestattet und in dem neuen System geschult.
Durch das Workforce Managementsystem erhalten die Monteure ihre Aufträge bequem und unkompliziert über das mobile Endgerät und können diese so gleich von zu Hause aus abrufen und morgens direkt zum ersten Einsatzort fahren. Eine Abstimmung mit der Zentrale entfällt.
Alle Auftrags- und standortrelevanten Daten stehen dem Monteur vor Ort offline zur Verfügung. Die Software mobileX-MIP (mobile integration platform) wurde dafür speziell nach den Bedürfnissen der Monteure ausgerichtet. Die Anwendung erlaubt u.a. die Information der Monteure mit den Auftragsdaten, die Erfassung sämtlicher relevanter Meldungsdaten, die direkte Verbuchung mobil erfasster Daten in SAP und die unmittelbare Zeitrückmeldungen auf Aufträge.
Vor Ort erfasst der Servicetechniker offline seine Arbeitszeiten sowie ggf. Daten zur durchgeführten Arbeit und den aktuellen Bearbeitungsstatus. Ferner kann er die Meldungen anlegen und damit direkt relevante Informationen erfassen.
Anschließend nimmt der Techniker über den Laptop den nächsten Auftrag entgegen.
Disposition
Für die Disposition ergibt sich der Vorteil, dass auf einen Blick der Bearbeitungsstatus eines Auftrags ersichtlich ist und überprüft werden kann, ob Kundentermine zeitlich eingehalten werden. Während es für den Disponenten früher schwer einzuschätzen war, ob ein Service-Techniker im Tagesverlauf noch einen zusätzlichen Auftrag annehmen kann, ist dies jetzt durch eine Statusanzeige eindeutig zu erkennen. Zusätzlich ist die tägliche Auslastung der Mitarbeiter, deren Qualifikationen und ihr mitgeführtes Material gelistet, um nicht einen bereits ausgelasteten Mitarbeiter zum Kunden zu schicken. Dies verspricht eine realistische Terminplanung und einen effizienteren Arbeitseinsatz. Dabei erfolgt die Disposition jetzt rein über die Software, wodurch die frühere Erfassung in Papierform entfällt.
„Das Workforce Managementsystem unterstützt die Mitarbeiter vor Ort bei einer effizienten Instandhaltung des Betriebs, sowie der Netze und Anlagen. Vor allem administrative Prozesse werden optimiert und führen zu einer großen Kosten- und Zeitersparnis.“
Markus Morlock
Gruppenleiter TS.B.2 Netzanschlüsse
Optimierte und individuelle Abbildung der Arbeitsabläufe
Die Instandhaltungsprozesse der MVV Energie und EVO sind jeweils in SAP PM abgebildet. Die Daten aus SAP werden für den Monteur übersichtlich aufbereitet und mobil zur Verfügung gestellt. Der Monteur erhält somit eine auf sein Arbeitsumfeld und seine Arbeitsabläufe zugeschnittene Oberfläche.
Folgende Funktionen stehen den Monteuren hierbei mit der mobilen Lösung zur Verfügung:
? Anzeige aller notwendigen Daten aus den zugewiesenen SAP-Aufträgen
? Erfassung der durchgeführten Tätigkeiten, Messwerte und identifizierte Schäden
? Aktualisierung des Auftragsstatus
? Anzeige der Stammdaten der technischen Objekte
? Erfassung der Leistungsdaten (Arbeits- und Fahrtzeiten)
Mit Hilfe eines mobilen Geräts (Laptop, PDA) kann sich der Monteur, die ihm zentral zugewiesenen Aufträge, aus SAP PM abrufen bzw. die erfassten Daten nach SAP PM zurückspielen.
Ausgehend von der elektronischen Auftragsliste auf dem mobilen Endgerät wählt der Monteur den aktuellen Auftrag aus. Aus dem Auftrag erhält er hierbei eine Liste der technischen Objekte, die vor Ort zu bearbeiten sind. Zu den Objekten legt der Monteur dann ein Protokoll an, in dem er in einem Schritt durchgeführte Aktionen, Messwerte und /oder Schäden dokumentiert.
Darüber hinaus kann sich der Monteur vor Ort auch die für ihn relevanten Sachdaten (z.B. Hersteller, Baujahr etc.) zu den technischen Objekten anzeigen lassen. Zum Abschluss seiner Arbeit werden zu jedem Auftrag seine Arbeits- und Fahrtzeiten erfasst. Höhere Flexibilität durch Synchronisierung und der Möglichkeit offline zu arbeiten.
Nach erfolgter Synchronisierung der mobilen Geräte werden die mobil erfassten Daten in entsprechende SAP PM Datenobjekte umgewandelt. So werden zum Beispiel aus den Protokollen IH-Meldungen und aus den erfassten Arbeitszeiten Zeitrückmeldungen in SAP PM erzeugt. Als zentrale Plattform kann das System der mobileX AG flexibel Drittsysteme (z.B. SAP ISU, Interflex, etc.) mit mobil erfassten Daten versorgen bzw. hieraus Daten auf dem mobilen Gerät zur Verfügung stellen.
Für eine rasche, störungsfreie und daher unkomplizierte Erfassung von Daten vor Ort, insbesondere wenn temporär keine Netzverbindung vorliegt, sorgt die Möglichkeit offline zu arbeiten. Der Monteur kann, unabhängig von einer Datenverbindung ins Firmennetz, Daten erfassen oder sich anzeigen lassen. Grundsätzlich wurden hierbei GPRS/UMTS Karten oder alternativ zentrale Dockingstations eingesetzt.
Erfolge
Durch die Einführung des Workforce Managementsystems können MVV und EVO eine große Kosten- und Zeitersparnis erzielen. Im operativen Geschäft ergab sich eine enorme Effizienzsteigerung.
Die Monteure rufen die Aufträge mobil ab und müssen sie nicht mehr in der Zentrale abholen.
Es bedarf jetzt keiner telefonischen Abstimmung mehr.
Administrative Tätigkeiten entfallen fast vollständig, die Monteure konzentrieren sich auf ihre Kernaufgaben.
Durch den verringerten Abstimmungsbedarf ergibt sich eine enorme Kosten- und Zeitreduktion.
Die direkte Erfassung aller Auftragsbearbeitungen und dadurch die lückenlose Dokumentation steigern die Datenqualität im Servicebereich.
Ausblick
Stillstand ist gerade bei informationstechnologischen Prozessen Rückschritt. Daher ist es vorrangiges Ziel der Projektverantwortlichen, die WFM-Plattform weiter auszubauen. Die nächsten Ziele werden sein, die Disposition mit Kartenmaterial zu erweitern und das Workforce Managementsystem für weitere Beteiligungen anzubieten.
Tel: 089 / 54 24 33 - 26
E-Mail:
Web: http://www.mobilexag.de








