(openPR) Berlin, 06.02.2010: Können Denkmale energetisch modernisiert werden? Welche Möglichkeiten der nachhaltigen Stadtsanierung stehen Architekten, Restauratoren und Denkmalpflegern zur Verfügung?
Die Möglichkeiten der energetischen Stadterneuerung stehen im Mittelpunkt Anwenderforums am 15. Februar 2010 in Hamburg. Am Beispiel von Lübeck erläutert Christian Leonhardt, Restaurator für Wandmalereien und Architekturfassung aus Mönkeberg, wirksame Verfahren zur Vereinbarkeit von Klimaschutzverordnung und der Erhaltung historischer Wand- und Deckenmalerei in Bürgerhäusern des UNESCO-Weltkulturerbes der Altstadt Lübeck. Denkmalschutz und Klimaschutz stehen nicht immer im Einklang. Es wird eine kontroverse Diskussion unter Experten zum Klimaschutz in der Altstadtsanierung erwartet.
Um eine nachhaltige Stadtsanierung zu fördern stellt der Bund Finanzhilfen mit dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz zur Verfügung.
Seit 1991 stellt der Bund in seinem Programm zum städtebaulichen Denkmalschutz Finanzhilfen für den Erhalt von Gebäuden und Ensembles von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung bereit. Bis Ende 2009 wurden in diesem Rahmen rund 1,85 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Bislang nehmen knapp 400 Kommunen aus dem gesamten Bundesgebiet daran teil. Sie tragen wesentlich dazu bei, historische Stadtstrukturen zu sanieren und wieder zu beleben. Lübeck ist seit Anfang 2009 Programmstadt und wird perspektivisch vom Bund-Länder-Programm zum Städtebaulichen Denkmalschutz profitieren. Im Fokus steht hier der Erhalt des UNESCO-Weltkulturerbes.
Ein Ende Januar gestarteter Fotowettbewerb „Bitte lächeln, alte Stadt“, ausgelobt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Stiftung Denkmalschutz, trägt dazu bei, die Ergebnisse der stetigen Förderung in die Öffentlichkeit zu bringen und eine Auseinandersetzung mit dem Thema anzuregen. Bis zum 15. August 2010 Laien und professionelle Fotografen Aufnahmen historischer Stadtquartiere, Straßenzüge, Plätze und Gärten einsenden, die das turbulente, stilvolle oder kuriose Leben in denkmalgeschützten Stadtbereichen zeigen – saniert oder noch im Dornröschenschlaf. Informationen und Teilnahmebedingungen unter: www.bitte-laecheln-alte-stadt.de.
Der bundesweite Fotowettbewerb wird durch die Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz organisiert, die als Kompetenzzentrum die wissenschaftliche Begleitung des Bund-Länder-Programms Städtebaulicher Denkmalschutz übernimmt. Eine Expertengruppe berät Bund und Länder bei der Fortentwicklung des Programms unter Berücksichtigung aktueller stadtentwicklungspolitischer Fragen und unterstützt bei der Auswahl der Programmstädte.











