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Finale im Fotowettbewerb „Bitte lächeln, alte Stadt“

06.08.201008:30 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes

(openPR) Potsdam, 5. August 2010: Nach sieben Monaten geht am 15. August eine fotografische Reise durch das baugeschichtliche Erbe unseres Landes zu Ende. Eingeladen sind Laien, professionelle Fotografen sowie Schulen ihre Aufnahmen historischer Stadtquartiere, Straßenzüge, Plätze, Gärten und damit ihre Sicht auf unsere Altstädte zu zeigen. Die besten Beiträge des Wettbewerbes werden von einer unabhängigen Jury, bestehend aus Vertretern der Auslober sowie von Experten aus den Bereichen Städtebau, Denkmalschutz und Fotografie ausgewählt. Zu gewinnen sind Gutscheine für Fotoausrüstungen im Wert von 200 bis 1.000 Euro.



Bisher wurden über 8.500 Fotos eingesandt. Viele Motive zeigen Altstädte, die durch das Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert wurden. Im Rahmen dieses Förderprogramms wird der Erhalt von historischen Marktplätzen sowie Gebäuden und Ensembles von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung seit 1991 mit rund 1,85 Milliarden Euro gefördert. Der Fotowettbewerb dokumentiert den Blick der Bürger auf die architektonischen Schätze unseres Landes und die Erfolge im Städtebaulichen Denkmalschutz.

Im Fokus des Wettbewerbs stehen Altstädte, die meist das kommerzielle Zentrum unserer Städte bilden. In Tradition der Marktplätze sind sie noch heute gut frequentiert, stehen jedoch in Konkurrenz mit dezentralen Einkaufszentren. Discounter liegen im Trend und siedeln sich preis- und verkehrsgünstig im peripheren Stadtbereich an. Eine Ursache liegt in unzureichend großen, zusammenhängenden Flächen für Geschäfte in alten Gebäuden.

Die Folgen der Strukturveränderungen sowie des demografischen Wandels hinterlassen Spuren im regionalen Einzelhandel. Durch die Verlagerung von Einkaufsmöglichkeiten verwaisen langsam die Zentren von Kleinstädten oder Stadtbereichen. Um diese Tendenz umzukehren, entwickeln viele Städte innovative bauliche Lösungen sowie umfassende Einzelhandelskonzepte für ihre Innenstädte. Sie verbinden Einkauf, Kultur und Freizeit miteinander und beleben einzelne Stadtbereiche neu. Shopping in der Altstadt ist dabei ein zentrales Thema. Baukulturelles Erbe soll erhalten und für modernen Handel strukturiert werden. Durch die Zusammenlegung von Gewerbeeinheiten entstehen auch für größere Handelsketten akzeptable Grundrisse.

In Treuenbrietzen findet ein Lebensmitteldiscounter seinen Platz in der historischen Altstadt. Der ovale Stadtgrundriss des mittelalterlichen Ortes hat sich seit seiner Anlage zu Beginn des 14. Jahrhunderts kaum verändert. Er weist die für märkische Gründungsstädte typische Rasterform auf. Der Neubau des Discounters wurde entgegen der Firmenstandardlösung in zweiter Reihe, hinter zwei historischen Wohnhäusern, errichtet. So konnte die gewünschte gewerbliche Ansiedlung im Einklang mit den Denkmal-, Sanierungs-, Erhaltungs- und Gestaltungszielen der Stadt erfolgreich gesteuert werden.

Aus jüngerer Geschichte stammt das in Erfurt von 1906 bis 1908 im Jugendstil errichtete und in der traditionellen Einkaufsmeile der Stadt gelegene Kaufhaus „Römischer Kaiser“. Zur strukturellen Stärkung des Innenstadtbereichs wurde die Erweiterung von Einzelhandelsflächen geplant. Das klassische Kaufhaus wandelte sich zur Jahrtausendwende in eine Ladengalerie mit etwa 50 Fachgeschäften sowie Dienstleistungs- und Gastronomiebetrieben.

Beide herausragende Lösungen tragen aktiv zur Steigerung der Attraktivität der Altstädte bei. Sie bieten moderne Einkaufserlebnisse in historischem Flair und unterstreichen die Persönlichkeit der Städte. Zeitgemäße Stadtstrukturen steigern die Lebensqualität und stärken die Identifikation der Bewohner mit ihren Städten.

Marktplätze und belebte Geschäftsstraßen werden auch von vielen Einsendungen des Fotowettbewerbes aufgegriffen: gezeigt werden beispielsweise Ingolstadt, Fürth und Geislingen.

Der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgelobte Fotowettbewerb wird durch die Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz organisiert, die als Kompetenzzentrum die Betreuung und wissenschaftliche Begleitung des Bund-Länder-Programms Städtebaulicher Denkmalschutz übernimmt.
Informationen und Teilnahmebedingungen zum Fotowettbewerb unter www.bitte-laecheln-alte-stadt.de.

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