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CDU-Politiker Repnik legt Vorstandsposten beim Grünen Punkt nieder - Peter Zühlsdorff wird neuer DSD-Chef

20.01.200513:03 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Berlin/Köln/Düsseldorf – Das Handelsblatt hatte schon zur Übernahme des Grünen Punktes durch den amerikanischen Investor Firma Kohlberg Kravis Roberts (KKR) einen personellen Wechsel an der Spitze des Müllmultis vorhergesagt. DSD-Chef Hans-Peter Repnik verfüg zwar über hervorragende politische Verbindungen in Berlin. Ob KKR ihm aber die nötige Kapitalmarkterfahrung zutraue, wurde in Expertenkreisen bezweifelt. Das Duale System gab jetzt den Chefwechsel bekannt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Repnik beendet zum 31. Januar 2005 seine Vorstandstätigkeit beim DSD. Der Aufsichtsrat des DSD wird bei seiner Sitzung am kommenden Montag Peter Zühlsdorff zum Vorstandsvorsitzenden berufen. "Mit Peter Zühlsdorff hat die DSD AG einen der erfahrensten deutschen Experten für die Neuausrichtung von Unternehmen gewonnen", teilt das Müllsammelunternehmen in einer Pressemitteilung mit. Der 64-jährige Kaufmann war unter anderem Vorstandsvorsitzender der Wella AG (Darmstadt) und Geschäftsführer des internationalen Handelskonzerns Tengelmann (Mülheim/Ruhr). Von 1993 bis 1996 war Zühlsdorff Aufsichtsratsvorsitzender der DSD AG. Zudem war Zühlsdorff Vorsitzender der Handelsvereinigung für Marktwirtschaft (HfM), die im Streit um das Dosenpfand eine umstrittene Rolle spielte.



Der Getränkeeinzelhandel und die mittelständischen Brauereien warfen den großen Handelsketten vor, Dosen und Einwegflaschen zu boykottieren, um das Dosenpfand zu kippen. Es bestehe der dringende Verdacht, so die Verbände in einer Beschwerde an das Bundeskartellamt, "dass die Einwegauslistungen großer Lebensmittelkonzerne offenbar abgestimmt sind und zum Zweck der Abschaffung der Pfandpflicht erfolgen".

In einem Schreiben an die Wettbewerbsbehörde wurde moniert, dass die Handelsketten mit Absicht den Zustand herbeigeführt hätten, der von der EU kritisiert wurde. "Am 25. Februar 2003, so der Vorwurf, sei in der Handelsvereinigung für Marktwirtschaft (HfM) jedes Unternehmen in der Anwesenheit der anderen einzeln gefragt worden, ob es bereit sei, 'um den Aufbau des dauerhaften Pfandsystem nachhaltig zu hintertreiben', zum 1. Oktober 2003 Einweg vollständig auszulisten. 'Bis auf das Unternehmen Spar erklärten sich alle dazu bereit', heißt es in dem Antrag an das Kartellamt", berichtete die Financial Times Deutschland (FTD). Das Amt solle deshalb nach dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen ein Verfahren einleiten.

Die betroffenen Unternehmen wiesen den Vorwurf zurück. "Es hat keine Absprachen im HfM-Kreis gegeben. Nicht am 25. Februar und an keinem anderen Tag", sagte ein Metro-Sprecher gegenüber der FTD. Kritiker, wie der verstorbene Soziologe Erwin K. Scheuch, bezeichneten die HfM auch als Handelsvereinigung für Monopolwirtschaft. In der HfM sind vor allem die großen Handelsketten organisiert. Mit dem Wort Monopolwirtschaft liege man nach Ansicht von Scheuch gar nicht so falsch. "Die Existenz von Giganten wie Metro, Rewe und Tengelmann mit ihren Unter-Unternehmen hat zur Folge, dass heute im Lebensmitteleinzelhandel und bei Kaufhäusern, einschließlich der Fachmärkte, eine weitestgehende Verfilzung existiert. Zwar wird untereinander konkurriert, aber ein Verdrängungswettbewerb zwischen den Großen ist ausgeschlossen", so Scheuch. Hier könne man ein Verflechtungszentrum erkennen, das in dieser Geschlossenheit in keinem anderen westlichen Industriestaat anzutreffen sei. Die Marktmacht des Handels wirke sich ausschließlich zum Nachteil der Lieferanten aus. So sei es kein Wunder, dass man jetzt das ungeliebte Dosenpfand auf dem Rücken der Hersteller und Abfüller abwälzen würde.

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