(openPR) Bundesforschungsministerium stellt über 80 Millionen Euro für Softwareinnovationen bereit
Weilerbach, 27. Januar 2010 - Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat am 26. Januar 2010 in Berlin die Sieger der zweiten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs bekannt gegeben. Unter den Gewinnern des Wettbewerbs ist auch Europas größter Softwarecluster „Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“. Mit der Entscheidung stärkt die Bundesregierung die Softwareindustrie in Deutschland. Dem Strategieboard des mit über 80 Millionen Euro geförderten Clusters gehört u. a. die proALPHA Software AG aus Weilerbach bei Kaiserslautern an.
Im Mittelpunkt der gemeinsamen Forschungsarbeit steht das Thema „emergente Software“. Diese kombiniert dynamisch und flexibel eine Vielzahl von Komponenten unterschiedlicher Hersteller, um die hochkomplexen Anforderungen globalisierter Unternehmen zu erfüllen. Das Prinzip der emergenten Software gilt als Schlüsselinnovation für das digitale Unternehmen und das Internet der Zukunft. Emergenz steht hier für die Herausbildung von Mehrwert über die Summe seiner Teile hinaus.
Die Technologieplattform der betriebswirtschaftlichen Komplettlösung proALPHA wird schon heute in hohem Maß den Anforderungen nach Flexibilität und Effizienz in den Unternehmensprozessen gerecht. proALPHA Vorstand Werner Ernst sieht in der Etablierung eines solchen Spitzenclusters die Chance, den Innovationsvorsprung weiter auszubauen: „Immer komplexer werdende Unternehmensprozesse müssen sich automatisch an veränderte Rahmenbedingungen anpassen können. Das ereignisgesteuerte proALPHA Workflowmanagement ist eine hervorragende Grundlage, die aber nur auf der Basis globaler Standards die nötige Wirkung entfalten kann. Die kooperative Zusammenarbeit von mittelständischen Unternehmen wie proALPHA mit Forschungsinstituten und den Großen der Branche im Rahmen solcher Spitzencluster ist eine notwendige Voraussetzung dafür“. Außerdem ist er überzeugt davon, dass der Südwesten künftig als das Softwarezentrum Deutschlands wahrgenommen wird.
Der Cluster gilt als „Silicon Valley“ Europas und erstreckt sich über die Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf. In sechs Projekten sollen sowohl der Cluster selbst (Management, Vernetzung, internationale Präsenz, Aus- und Weiterbildung, Verwertung) als auch die technologische und methodische Erforschung und Entwicklung von Softwarelösungen für das digitale Unternehmen vorangetrieben werden.
Dem Softwarecluster gehören die großen deutschen Hersteller von Unternehmenssoftware IDS Scheer AG, SAP AG und Software AG sowie weitere kleine und mittlere Unternehmen der Unternehmenssoftwarebranche, u. a. die IMC AG, die Seeburger AG, die proALPHA Software AG und die intelligent views GmbH, an. Die drei führenden Informatikforschungszentren (DFKI, Fraunhofer, FZI) und die renommierten Informatikfakultäten der TU Darmstadt, vertreten durch das LOEWE-Zentrum CASED, der TU Kaiserslautern, dem Karlsruher Institut für Technologie und der Universität des Saarlandes bringen ihre Kompetenzen in Forschung, Entwicklung und Ausbildung in den Cluster ein.

