(openPR) Sigmaringendorf – Nach einem Jahr Vakanz ist der Posten des Ersten Vorsitzenden im Theaterverein Waldbühne Sigmaringendorf wieder besetzt.Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag wählten die Theaterspieler Walter Kordovan zum Nachfolger des vor Jahresfrist zurückgetretenen und im März verstorbenen Johann Speh.
Die wichtigsten Tagesordnungspunkte der Jahreshauptversammlung des Sigmaringendorfer Theatervereins waren neben einer aus rechtlichen Gründen notwendig gewordenen Satzungsänderung die Neuwahl des Ersten Vorsitzenden, sowie Ehrungen für mehrere langjährige Vereinsmitglieder.
Die Neuwahl, die mitten in die eigentlich noch ein Jahr andauernde Wahlperiode fiel, war nötig geworden, nachdem ein Jahr zuvor der langjährige Waldbühnevorstand Johann Speh aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt hatte und zum Ehrenvorsitzenden des Theatervereins ernannt worden war, eine Auszeichnung, die er nur noch rund zwei Monate tragen sollte: Am 22. März des vergangenen Jahres verstarb Johann Speh, nur gut fünf Wochen nach seiner Ehefrau Theresia. Nachdem sich vor Jahresfrist kein Kandidat für die Nachfolge gefunden hatte, wurde der Verein fortan vom Zweiten Vorsitzenden Walter Kordovan kommissarisch geführt. Aufgrund der Erfahrungen während diesem Jahr und der guten Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern der Vereinsführung erklärte sich Kordovan nun bereit, doch für den Posten des Vereinschefs zu kandidieren, wofür er von der Versammlung nicht nur großen Beifall, sondern in geheimer Wahl auch 100 Prozent der Stimmen erhielt - ein „Traumergebnis, besser als im Sozialismus“, wie Ehrengast Jürgen Mack vom Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg anmerkte. Durch die Wahl Kordovans zum Vorsitzenden wurde dessen Posten als Stellvertreter frei, auf den die Versammlung ebenfalls einstimmig den bisherigen Pressereferenten des Theatervereins, Alexander Speh, wählte. Für diesen rückten als Beisitzer in den Ausschuss Karin Maichle und Johann Speh, der Sohn des ehemaligen Vorstandes nach.
Nachdem die Vereinsführung somit wieder komplett war, leitete Kordovan zu einem besonders erfreulichen Tagesordnungspunkt über: Vom Landesverband Amateurtheater erhielt der ehemalige Jugendspielleiter der Waldbühne, Gerold Rebholz, für vierzigjährige aktive Tätigkeit im Verein die Ehrennadel in Gold.
Anschließend ernannte die Versammlung sechs Personen, die sich in besonderem Maße um das Wohl des Vereins verdient gemacht hatten, zu Ehrenmitgliedern: Anton Speh, der bereits seit 1949 dem Verein angehört und als aktiver Spieler, Mitarbeiter an der Kasse und Presseberichterstatter der Waldbühne die Treue hält, Ivo Speh, seit 1953 aktiver Spieler und im Vorjahr als Gott im „Jedermann“ der älteste noch aktive Spieler des Vereins, Fridolin Rebholz, ebenfalls seit 1953 Vereinsmitglied und seit vielen Jahren als Vertreter der Passivmitglieder im Ausschuss, Alois Ott, aktiv seit 1958 als Spieler, Souffleur, Bühnenmeister, Hausmeister, Kioskmitarbeiter und Ausschussmitglied, Ingolf Nipp, seit 1962 dabei und lange Jahre als Chefmaskenbildner wirkend, sowie den bereits erwähnten Gerold Rebholz, der dem Verein seit 1968 angehört und 1979 die Jugendgruppe ins Leben rief, die er bis 2007 leitete.
Der Sigmaringendorfer Bürgermeister Alois Henne dankte den Aktiven des Theatervereins für ihre Arbeit und nannte die Waldbühne nicht zuletzt wegen der äußerst erfolgreichen Spielzeit 2009 ein „Aushängeschild der Gemeinde“ und wünschte allen Spielern und Mitwirkenden viel Erfolg für das Jahr 2010.












