(openPR) Während der diesjährigen art KARLSRUHE, der siebten Ausgabe der Messe, ist die GALERIE Supper, zum siebten Mal, als treuer Teilnehmer wieder an altbekannter Stelle zu finden.
An unserem Stand in Halle 2 / E07 präsentieren wir die folgenden, neun jungen, künstlerischen Positionen aus unserem Galerieprogramm:
Patricia Thoma, Katharina Meister, Monika Thiele, Naoko, Andreas Lau, Dag Seemann, Joerg Eyfferth, Roland Schauls und Andreas Wachter. Dabei möchten wir den Luxemburger Künstler Roland Schauls herausheben, dem wir in diesem Jahr eine One-Artist-Show widmen.
One-Artist-Show
Roland Schauls (*1953) beschäftigt sich in seinen Bildern mit Motiven der Traditions- bzw. Kunstgeschichte und bringt diese auf höchst originelle Art in Verbindung mit unserer modernen Lebenswelt. Trotz seiner durchaus konventionellen Bildthemen – Figuren, Landschaften, Interieurs und Stillleben – überrascht er in seinen Gemälden mit Brüchen, wie der Darstellung verschiedener Perspektiven, oder der collagenhaften Staffelung, die die Imagination und Reflexion des Betrachters fordern. Auf diese Weise spielt Schauls ein künstlerisches und intellektuelles Spiel mit dem wahrnehmenden Auge und hinterfragt traditionelle Gestaltungsweisen und althergebrachte Sehgewohnheiten des Betrachters.
Durch dieses wesentliche Stilmittel seiner Kunst entstehen bewegte, spannungsgeladene Bilder, obgleich deren Ausdrucksstärke nicht zuletzt auf der für Schauls charakteristischen Farbigkeit und virtuosen Farbwirkung gründet.
Schauls greift bildliche Darstellungsformen der Kunstgeschichte auf, gestaltet sie aber um, indem er sie in ein gegenwärtiges Umfeld unserer Zeit einbettet. Die zuweilen ironisierende Neuinterpretation und Umformung kunstgeschichtlicher Motive, das intensive, leuchtende Kolorit, die perspektivischen Brüche – all diese Elemente schaffen eine Spannung und Vielschichtigkeit in Schauls Arbeiten, die den Rezipienten fesseln und zu intensiver Betrachtung einladen.
Schauls wurde 1953 in Luxemburg geboren. Der Künstler studierte von 1974 bis 1982 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1998 wurde er mit dem Pierre-Werner-Preis ausgezeichnet. Er zählt heute zu den wichtigsten Malern seiner Heimat. Seit 1979 präsentiert er sein Werk in Gruppen- und Einzelausstellungen, darunter auf der Biennale Sào Paulo/Brasilien, in der Nationalgalerie Prag/Tschechien und jüngst im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Trier. Seit 2003 wird Roland Schauls von der GALERIE Supper vertreten.
Ausgestellte Künstler
Die Arbeiten von Patricia Thoma (*1977 Berlin) sind in ihrer besonderen Handschrift frech und provokativ gefasst. Auf den ersten Blick wirken sie arglos und friedfertig, doch schon im nächsten Moment kippt dieser harmlose Ausdruck. Ihre Bilder - gegenständlich, figurativ und in einer Spielart des Realismus - sind ironisch, frech, witzig, aber auch hintergründig und manches Mal etwas verstörend.
Mit ihren einzigartigen Fadenbildern schafft Monika Thiele (*1966, Erfurt) Menschenbilder von eindringlicher Präsenz und großer Intensität. Aus farbigen Fäden spannt sie ein dichtes, im wörtlichen Sinne stoffliches Netz, in dem Gefühle, Hoffnungen, Wünsche, aber auch Leid und innere Zerrissenheit ihrer Figuren eingefangen sind. Der Blick des Betrachters dringt tiefer und tiefer in das Bild und auch in das Innenleben der Figuren ein.
Katharina Meister (*1981, Karlsruhe) spielt mit der Wahrnehmung und eingefahrenen Sehgewohnheiten: Durch übereinander geschichtete Landschaftsausschnitte, Zeichnungen auf Transparentpapier und Scherenschnitte, die sie in alte, massive Holzbretter setzt, provoziert sie einen Zustand zwischen Anblick und Durchblick, Greifbarem und Unsichtbarem, Zwei- und Dreidimensionalität.
Im Zentrum des Schaffens des japanischen Künstlers Naoko (*1960 Nagoya, Japan) steht farbgewaltig und glorifizierend die Darstellung des Weiblichen. Er verwebt in seiner realistischen Malerei Figur und Grund miteinander. Seine Frauen, die weder Heilige noch Huren sind, werden von abstrakt-floralen Ornamenten, von stilisiert Gegenständlichem und Symbolhaftem vielfarbig eingesponnen und überlagert.
Andreas Lau (*1964, Karlsruhe) knüpft mit seiner neuen, 2008 begonnenen Serie Initialen an die Bildserien „Anonym“ und „Bildstörung“ an. Im Gegensatz zu vorher verbergen sich nun hinter den Namenskürzeln Portraits prominenter Persönlichkeiten und Zeitgenossen des letzten Jahrhunderts. In seiner künstlerischen Arbeit geht es Lau um die Auslotung malerischer Möglichkeiten und damit verbunden um die Frage, wie man in unserer heutigen, medial geprägten Zeit dieses Genre noch darstellen kann.
Dag Seemanns (*1959, Düsseldorf) Gemälde erinnern an die Ästhetik von Computerbildern oder Comiczeichnungen. Seine flächigen und glatten Figuren wirken fast schablonenhaft und stehen in irritierendem Kontrast zu den verschiedenen Raumebenen. Er zögert nicht, völlig gegensätzliche Motive auf ein und derselben Fläche zusammenzubringen. Dabei betont er in seinen Bildern geradezu das Heterogene, wie auch das Fragmentarische, hütet sich jedoch davor, die unterschiedlichen Elemente miteinander zu verschmelzen.
Joerg Eyfferth (*1957, Hanau) zeigt in seinen Arbeiten Spiegelungen, Verzerrungen und Lichtbrechungen verschiedenster Glasgegenstände. Die Materialität und Stofflichkeit des Glases setzt Eyfferth in Bezug zu trivialalltäglichen Gegenständen wie Äpfel oder Kastanien. Diese sorgfältig in einem leeren Bildraum komponierten Stillleben setzt er in realistische Malerei um.
Andreas Wachter (*1951, Chemnitz), ein wichtiger Vertreter der Leipziger Schule, weckt mit seinen Raumszenen und stimmungsvolle Landschaften beim Betrachter ein unbestimmtes Déjà-vu-Erlebnis. Seine Bildfiguren scheinen aus verschiedenen Zeitebenen zu stammen, das Bildgeschehen bleibt für den Betrachter rätselhaft - begünstigt durch die an Caravaggio erinnernde Lichtregie und die Suggestivkraft der Farben. In altmeisterlich gekonnter Malweise schafft er dabei Bilder von großer Aktualität.
Messe:Messe Karlsruhe, Messehallen Rheinstetten
Weitere Informationen finden Sie im Netz unter www.art-KARLSRUHE.de
Messedauer: 04. bis 07. März 2010
Öffnungszeiten: Do – Sa 12:00 bis 20:00 Uhr, So 11:00 bis 19:00 Uhr











