(openPR) Während auch e-Government in vielen Fällen noch in den Anfängen steckt, ist der logische nächste Schrittin der stetig mobiler werdenden Gesellschaft m-Government. Dabei blicken sowohl Bürger als auch Behörden bei der Einführung und Nutzung mobiler Lösungen nicht nur neuen Chancen sondern auch Herausforderungen entgegen. Die Konferenz MCTA 2010 diskutiert am 01. und 02. Februar aktuelle Entwicklungen des m-Government in Deutschland.
Berlin/Augsburg – Der Einsatz mobiler Geschäftsprozesse eröffnet Behörden die Möglichkeit, Geschäftsprozesse effektiver und effizienter zu gestalten. Doch wie müssen diese mobilen Anwendungen, im m-Government gestaltet werden, um sowohl größere Bürgernähe und -zufriedenheit als auch Effizienzmehrwerte für die öffentliche Verwaltung zu erzielen? Auf der 10. Konferenz Mobile Communications – Technologien, Märkte, Anwendungen (MCTA 2010), die am 01. und 02.02. in Berlin stattfindet, werden Chancen und Herausforderungen für kommunale Verwaltungen, Bürger und Anbieter von mGovernment-Anwendungen diskutiert.
Case Study: M-Government-Strategie der Stadt Düsseldorf
Die Stadt Düsseldorf ist im Bereich m-Government ein Vorreiter unter den kommunalen Verwaltungen. Das mobile Stadtportal beispielsweise ermöglicht es den Bürgern, direkt vom mobilen Endgerät auf Inhalte von www.duesseldorf.de zuzugreifen. Neben dem Abruf von Informationen wie der aktuellen Parkhausbelegung ermöglicht das mobile Portal dabei auch die Kommunikation mit der Stadtverwaltung, etwa die Reservierungen von Wunschkennzeichen über das Handy. "Mobile Government gewinnt in der mobiler werdenden Gesellschaft immer mehr an Bedeutung und wird zu einem Standortfaktor von Städten und Regionen“, so Peter Adelskamp, Abteilungsleiter für IT-Steuerung, Kommunikationstechnik und Service Center der Landeshauptstadt Düsseldorf. „Die Herausforderung besteht darin, eine einheitliche Basisinfrastruktur aufzubauen, die mobile Zugänge ebenso ermöglicht wie klassische Verwaltungsabläufe, an denen Bürgerinnen, Bürger und Verwaltungsmitarbeiter beteiligt sind.“
Mit seiner IT-Strategie hat das Hauptamt der Stadt Düsseldorf die strategischen und operationalen Ziele der Informations- und Kommunikationstechnik sowie Rahmenbedingungen zu deren Umsetzung durch die Verwaltung und deren Partner definiert und trägt der steigenden Mobilität der Bürger wie auch der Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung Rechnung. „Problematisch“, so Adelsberger, „ist hier die große Aufgabenfülle einer Kommunalverwaltung, die in einem konsolidierten Infrastruktur-Anforderungsprofil berücksichtigt werden muss. Hier gilt es viele Einzellösungen zugunsten von modularen und wiederverwendbaren Prozessen zu vermeiden, um wirtschaftlich handeln zu können.“ Bei der Umsetzung stehen jedoch nicht nur Fragen des Identitätsmanagements, des Datenschutzes und der Standardisierung im Mittelpunkt, sondern in der heutigen Zeit natürlich auch die Finanzierung. Im Rahmen der MCTA wird Peter Adelskamp die generelle Sicht einer modernen Großstadtverwaltung auf Chancen und Herausforderungen des m-Government erläutern und Einblick in aktuelle Projekte und Planungen geben.
Sicherheit als zentrale Herausforderung für das m-Government
Um Bürgern und Verwaltungsbehörden und Außendienstmitarbeitern öffentliche Informationen und Dienste jederzeit und überall zur Verfügung zu stellen müssen jedoch nicht nur die richtigen Dienste angeboten und die entsprechende Infrastruktur bereitgestellt werden. Die Sicherheitsproblematik bei der Verwendung mobiler Endgeräte und Infrastruktur stellt Behörden und Anbieter vor die Herausforderung, nicht nur vertrauliche behördliche Daten, sondern auch die Daten der Bürger zu schützen. Dabei ist m-Security ein sehr komplexes Thema, das von leichter Ausspähbarkeit durch Unachtsamkeit beim mobilen Einsatz über erhöhtes Verlustrisiko der Endgeräte, Gefahr durch Viren und Schwachstellen in der Software oder mangelhafte Bluetooth-Implementierung bis hin zum Bruch der Verschlüsselung durch den Angreifer reicht, wie jüngst etwa für den A5-Algorithmus des GSM-Standards gezeigt. Auch ohne Verwendung von Mobilfunk und mit scheinbar sehr sicherer Technologie wie kontaktlosen Chipkarten haben jüngst eine ganze Reihe deutscher Flughäfen erfahren, dass Unachtsamkeit dramatische Sicherheitsmängel nach sich ziehen kann.
„Laptop, iPhone, Blackberry & Co. sind heute und morgen die Kommunikationsmittel, die uns überall hin begleiten und offen wie ein Scheunentor sind“, so Marco Di Filippo, Geschäftsführer von Compass Security Deutschland und Experte für technische und organisatorisch-konzeptionelle Sicherheitsprüfungen. „Die Daten von Behörden und Bürgern müssen angemessen geschützt werden.“ In seinem Workshop am 01.02. zeigt er live eine Reihe gefährlicher Schwachstellen auf und gibt Hinweise, wie Konzepte im Bereich mobiler Sicherheit aussehen müssen, um der Gefahr im Bereich des m-Government angemessen zu begegnen.
Workshop-und Konferenzprogramm auf der Konferenz MCTA am 01. und 02. Februar 2010 in Berlin
Neben dem m-Government in der kommunalen Verwaltung verspricht aber auch das übrige Konferenzprogramm spannend zu werden. Unter dem Motto "Science meets industry" bietet die MCTA neben den Bereichen M-Payment, M-Banking, Mobile Business Processes und der Entwicklung von Mobilfunkmärkten ein breites Themenspektrum von Anwendungen wie Mobile Marketing, Mobile Ticketing und Mobile Entertainment. Das Programm beinhaltet Vorträge, Panels sowie je eine Case Study Session und eine Mobile Application Demo Session. Die Vorträge und Diskussionen auf der MCTA werden von einer Reihe hochrangiger Experten bestritten. Die MCTA feiert in diesem Jahr 10. Geburtstag - mit Cocktails und Jazzmusik - und ist der einzige Major Industry Event der Branche, der von einer Universität ausgerichtet wird.
Anmeldung und weitere Informationen unter www.mcta.de .













