(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Im Laufe der Woche verloren die Rohölnotierungen an den Warenterminbörsen in London und New York spürbar an Boden und bauten ihr bis dahin erzieltes Jahreshoch schrittweise wieder ab. Das wurde vor allem am Donnerstag mit dem unterschreiten der Marke von 80 Dollar pro Barrel deutlich. Vor dem Wochenende rutschten die Notierungen dann zeitweise sogar bis auf unter 78,50 Dollar pro Barrel.
Verschiedene Einflussfaktoren waren in diesen Tagen für eine Entspannung ausschlaggebend. Rückläufige Einzelhandelsumsätze und gestiegene Arbeitslosenzahlen in den USA dämpften die Erwartungen einer Erholung der Ölnachfrage, während die IEA (Internationale Energieagentur) ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage in diesem Jahr leicht nach unten revidierte und „nur noch“ einen Anstieg um 1,4 Mio. Barrel pro Tag erwartet, wie die Marktanalysten der Commerzbank mitteilten. Bei milderen Temperaturen in den nordostamerikanischen Schlüsselregionen dürfte auch der Rückgang der Lagerbestände in der kommenden Woche deutlich geringer ausfallen.
Preisabschläge gab es jedoch nicht nur an den Börsen sondern auch im heimischen Endverbrauchermarkt. Hier setzte ebenfalls ein Abwärtstrend, ausgehend vom bisherigen Jahreshoch am Dienstag, ein. Dieser hatte auch am Freitag noch Bestand, als die Bezugskosten gegenüber Vortag um weitere 0,66 Euro nachgaben. Damit ist die Partie von 3000 Liter Heizöl (EL) heute um rund 1,1 Prozent (knapp 20 Euro) günstiger als am Donnerstag und zum Montag sind es sogar mehr als 4 Prozent (über 80 Euro) und bewegt sich in etwa auf dem Niveau von Anfang Dezember 2008.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.
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