(openPR) Personalgespräche gehen vielfach am Ziel vorbei
Frankfurt, 14. Januar 2010 - Bei der Personalentwicklung setzen 90 Prozent der Unternehmen vorwiegend auf externe und interne Schulungen. Auf den weiteren Plätzen folgen Job-Enrichment beziehungsweise Job-Enlargement (73 Prozent), Stellenbeschreibungen (71 Prozent), Anforderungsprofile und Zielvereinbarungen (jeweils 64 Prozent). Am Ende der ergriffenen Personalentwicklungsmaßnahmen rangieren spezielle Programme für Leistungsträger. Zu diesem Teilergebnis kommt die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) in ihrer Studie „Personalmanagement“ aus dem Excellence Barometer 2009 (ExBa).
Bemerkenswert ist, dass formale Maßnahmen wie Stellenbeschreibungen und Anforderungsprofile noch vor Maßnahmen liegen, die dem Personal direkt für die Weiterentwicklung zu Gute kommen. Beispiele hierfür sind spezielle Programm für Leistungsträger und die Führungskräfteentwicklung. Interessant ist auch der Unterschied bei den Betriebsgrößenklassen. Kleine Unternehmen setzen Personalentwicklungsmaßnahmen deutlich seltener ein. Und dass, obwohl sie bei der Rekrutierung sowie beim Personalmarketing aufgrund der fehlenden Arbeitgebermarke ohnehin schon benachteiligt sind.
Auch Personalgespräche finden im Prinzip in fast allen Unternehmen statt. Nur neun Prozent der Unternehmen geben an, keine Gespräche mit ihren Mitarbeitern zu führen. Die überwältigende Mehrheit der Unternehmen führt die Personalgespräche mindestens einmal im Jahr durch. Allerdings geht der Inhalt der Gespräche vielfach am Ziel vorbei. So begreift ein Großteil der Unternehmen die Gespräche als reines Feedbackinstrument an die Mitarbeiter. Wesentliche Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung wie das Vereinbaren von konkreten Maßnahmen, Verbesserungsvorschläge, Feedback an den Vorgesetzen und die Vereinbarung von Jahreszielen sind dagegen nur jeweils in einem Viertel der Unternehmen Bestandteil der Personalgespräche.







