(openPR) "Für Hochschulen und Bewerber ist es entscheidend, ein Bewusstsein für die markanten Unterschiede zwischen Master of Business Administration (MBA)-Programmen zu gewinnen" so Detlev Kran von Educationconsult. "Deutsche, europäische und amerikanische MBA-Programme bieten auf ganz unterschiedliche Art und Weise einen Mehrwert für den Studierenden".
Bei deutschen MBA´s ist festzustellen, dass speziellen Managementaspekten, wie Aufgabenteilung/Koordination, Qualitätssicherung, Marketing noch entwicklungsfähig sind. Zusammenfassend ist folgendes für die deutschen Anbieter festzuhalten:
• Da MBA-Studiengänge in deutschen Hochschulen ein – im internationalen Vergleich – relativ neues Feld darstellen, ist die Aufgabenteilung zwischen Fakultäten und Weiterbildungseinrichtungen noch fragil. Vielfach scheitert die Organisation weiterbildender MBA-Studiengänge in Deutschland an einem Verantwortungsvakuum zwischen Fakultäten und Weiterbildungseinrichtungen der Hochschulen.
• Auffallend im Bereich der Qualitätssicherung in Deutschland ist, ist, dass verstärkt kund/innenbezogene Maßnahmen, wie z. B. Veranstaltungsevaluationen oder Analysen von Beschwerden oder Befragungen eingesetzt werden, jedoch institutionelle Maßnahmen der Qualitätssicherung zurück stehen.
• Die Masse der Anbieter im deutschsprachigen und internationalen MBA-Markt haben sich auf ihre Zielgruppe, die 35 jährigen Teilzeitstudierenden konzentriert. Besonders internationale Akkreditierungen und Reputation steht da nicht an erster Stelle, werden aber als Mehrwert von den Studierenden gerne gesehen.
• Im Marketing liegt der Schwerpunkt der deutschen Aktivitäten in der Kommunikationspolitik, d. h. dass überwiegend Informationen über die Websites distribuiert werden und Pressearbeit betrieben wird. Dem Rückgriff auf die Ansprache der eigenen Alumni, eine aktive Ansprache potenzieller Zielgruppen (z. B. per Direct Mailing) oder der Präsenz auf Messen und Kongressen wird in Deutschland nur schwache Beachtung geschenkt. Fast nicht eingesetzt werden Internet- Werbebanner, Werbung in im ÖNV, im Radio oder im Fernsehen, da hierdurch ein Reputationsverlust erwartet wird.
"Auch methodisch gehen europäische und insbesondere deutsche Hochschulen einen anderen Weg als ihre amerikanischen Wettbewerber. Bei der Vermittlung von Inhalten geht man hier eher von der Theorie hin zum speziellen Fall. Fallstudien werden auch in Europa bzw. Deutschland als didaktisches Mittel genutzt. Sie sind jedoch nicht die Basis für die Vermittlung von Inhalten, wie dies in den USA fast ausnahmslos der Fall ist", so Detlev Kran.













