(openPR) neue Perspektiven für Materialflusssysteme und Retrofit-Projekte.
Viele Anlagenbetreiber sehen sich mit der Notwendigkeit konfrontiert, die Steuerung bestehender Hochregalläger oder Materialflusssysteme zu modernisieren. Auslaufende Herstellerwartungen für die eingesetzten speicherprogrammierbaren Steuerungen und veraltete Hardware für den Materialflussrechner sind eine hinreichende Motivation. Stellt bereits die Inbetriebnahme hohe Anforderungen an den Engineering-Prozess gilt dies für Modernisierungs- und Retrofitting Projekte in besonderer Weise, weil sich die Anlagen im operativen Betrieb befinden und ein Ausfall als unternehmenskritisch einzustufen ist.
Das von der Lanfer CARGO-TECHNIK aus Borken-Weseke realisierte System LC1 ist eine Weiterentwicklung des vom BMBF geförderten Verbundprojekts "Internet der Dinge; Wandelbare Echtzeit-Logistiksysteme auf Basis intelligenter Agenten für den produktionsnahen Bereich". In Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Mittelstand entstand ein autonomes modulares und dezentrales Fördersystem. Durch das entwickelte intelligente und dezentrale System werden Modernisierungsprojekte und spätere Änderungen an bestehende Anlagen um ein Vielfaches schneller und flexibler umgesetzt als bei herkömmlichen Projekten oder Migrationen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf RFID, jedoch können auch klassische Barcodesysteme in bestehenden Anlagen im System LC1 integriert werden ohne Funktionseinschränkungen. Besonders durch die Verwendung standardisierter Komponenten und die Vernetzung zwischen Förderelementen und Steuerungstechnik ergeben sich Rationalisierungspotenzial für die Phase der Inbetriebnahme. Ebenfalls berücksichtigt das System LC1 die Erfordernisse im Bereich Energieeffizienz von Fördersystemen. Die Steuerung der parametrierbaren Controler-Module basiert auf die Verwendung einer Hochsprache, die mit durchgängigen Entwicklungswerkzeugen programmiert worden ist. Dadurch und durch das implementierte Diagnosekonzept gestaltet sich die Programmerstellung und Inbetriebnahme effizienter als bei Speicherprogrammierbaren Steuerungen. Für das Verteilen der Software auf die Controller ist ein automatischer Ablauf konzipiert worden, sodass ein aufwändiges Verteilen der Software "von Hand" auf die dezentralen Komponenten entfällt.
Seine Stärken kann das System LC1 vor allem dann ausspielen, wenn das vorhandene oder geplante Anlagenlayout eine hohe Flexibilität des Materialflusses ermöglicht. Im Vorfeld zeigt eine Analyse, ob ein Umbau einer vorhandenen Anlage auf eine LC1 Steuerung sinnvoll und wirtschaftlich ist. Zu den betrachteten Fragestellungen gehören zunächst eine Ist-Aufnahme der bestehenden Hardware und Steuerungstechnik sowie die Soll-Anforderung des Kunden bezüglich der Modernisierung oder Weiternutzung der mechanischen Komponenten.
Wesentlich ist zudem die Berücksichtigung der vorhandenen Energieversorgungs- und Signalleitungsinfrastruktur. Häufig ergeben sich ferner durch Prozessänderungen oder während des Betriebs der alten Anlage erkannte Unzulänglichkeiten Anforderungen, die durch LC1 effizient gelöst werden können.
Durch den Umbau der bestehenden Anlage konnte bewiesen werden, dass eine Modernisierung einer bestehenden Anlage auf das Internet der Dinge technisch zuverlässig beherrschbar ist. Insbesondere hat sich bestätigt, dass sich durch den Einsatz von LC1 heterogene Automatisierungskomponenten in ein ganzheitliches System integrieren lassen. Auf diese Weise lassen sich Automatisierungsaufgaben sehr effizient lösen, da für jede Aufgabe die optimale Komponente ausgewählt werden kann. Messebesucher der Logimat haben die Möglichkeit, sich am Messeexponat der Firma Lanfer CARGO-TECHNIK (Halle 1, Stand 155), näher zu informieren. Das Exponat zeigt eine Behälter-Fördertechnik, die durch LC1 hochadaptiv gesteuert wird.
Der endgültige Produktname wird aus strategischen Gründen in den nächsten Tagen dem Publikum vorgestellt











