(openPR) Neigungssensoren, die für Vibrations- und Stoß-belastete Messorte vorgesehen sind, stellt die Heidelberger B+L Industrial Measurements GmbH vor. Das Sensorprinzip des US-Herstellers Advanced Orientation Systems Inc. (AOSI)nutzt eine elektrisch leitende Flüssigkeit (Elektrolyt) um den Summenwert eines Widerstandsnetzwerks in Abhängikeit vom Neigungswinkel des Sensors zu verändern.
Das ausgeklügelte Messverfahren liefert eine Reproduzierbarkeit von ±0,02 % vom Messbereichsendwert. Die Reaktionszeiten werden u.a. von der Viskosität der Flüssigkeit bestimmt. Standardmäßig liefert der Sensor eine Änderung des Ausgangssignals nach weniger als 60 ms. Innerhalb einer 10-tel Sekunde wird die T90 Sprungantwort garantiert. Zur Reduktion von Vibrationseinflüssen kann je nach Applikation zwischen Elektrolyten mit unterschiedlicher Viskosität gewählt oder die Dämpfung der Elektronik optimiert werden. Das Polymergehäuse bietet zusätzlich eine deutlich höhere Stoßfestigkeit als herkömmliche Glasgehäuse.
Die Module der Typenreihe EZ Tilt stehen zur Erfassung von Neigungswinkeln zwischen ±5 und ±70 Bogengrad zur Verfügung. Zur sensornahen Signalverarbeitung, Linearisierung und Temperaturkompensation steht ein kompaktes Board mit einem applikationsspezifischen Mikroprozessor zur Verfügung. Messungen in ein oder zwei Achsen sind mit einer Auflösung von 12 Bit möglich. Per Software (RS232/ RS485) lassen sich u.a. der Null-Wert des Ausgangssignals und die Verstärkung bzw. Messpanne einstellen. Änderungen der Betriebstemperatur zwischen -30 °C und +85 °C werden kompensiert. Als Besonderheit sind kundenspezifische Temperaturkompensationen möglich.
Zwei unterschiedliche Formen von linearisierten Ausgangssignalen stehen zur Verfügung: Gleichspannung, mit einem Anfangswert von 1 V und einem Endwert von 4 V und ein Pulsweiten-Signal mit einem zwischen 10 % und 90 % programmierbaren Tastverhältnis bei einer Grundfrequenz von 37 Hz. Die Spanne des Ausgangssignals wird der jeweiligen Messspanne per Mikroprozessor zugeordnet. Abgerundet wird der Leistungsumfang der Kombination von Sensor und Mikroprozessor-Board durch jeweils zwei frei programmierbare Grenzwerte pro Messachse, so dass z.B. Neigung und Drehung eines Objekts entlang einer Achse überwacht werden können.
Die OEM-Anwendungen der hier vorgestellten Neigungssensoren sind vielfältig. Sie sind in der Robotik, Medizintechnik und an militärisch genutzten Geräten ebenso zu finden wie z.B. an Fahrzeugen im Bauwesen.













