(openPR) Arbeitnehmer sehen häufig keine Chance, Stress abzubauen. Daraus entsteht meist eine mehr oder minder ausgeprägte Resignation, möglicherweise auch eine Art resignative Behaglichkeit: Das Leistungsniveau sinkt zwangsläufig, das Betriebsklima leidet. Dr. Kai Krämer (Universität Mainz) analysiert in einer differenzierten Studie die psychischen Mechanismen und zeigt konkrete Möglichkeiten der Prävention bzw. Problemlösung: Entscheidend ist, dass Mitarbeiter eine Kontrolle über ihren Stress erhalten, ihn also selbst bewältigen und abbauen können. Dazu steht den Unternehmen ein breites Repertoire zur Verfügung, z.B.:
- Kontinuierliche und perspektivische Mitarbeitergespräche
- Führungskräftetrainings (soziale Kompetenz)
- Förderung von Teamarbeit
- Abbau von Routineprozessen
- Abbau extremer Arbeitsteilung
- Implementierung eines betrieblichen Vorschlagswesens
- Einführung von Qualitätszirkeln
- Schaffung teilautonomer Organisationseinheiten
- Schaffung flexibler Arbeitszeiten
Resignatives Verhalten am Arbeitsplatz lässt sich relativ einfach erkennen; Krämer nennt einige Symptome: psychosomatische Beschwerden, Depression, geringes Selbstbewusstsein, nachlassende Konzentration, geringe Lernmotivation, Verringerung freiwilliger Verpflichtungen, Widerstand gegen Veränderungen, Indifferenz, soziale Isolation, Delegation von Verantwortung, hohe Fehlzeiten ...
Kai Krämer: Resignation im Rahmen der Erwerbsarbeit
in: Leidig, Limbacher, Zielke (Hrsg.) Stress im Erwerbsleben - Perspektiven eines integrativen Gesundheitsmanagements
Pabst, Lengerich/Berlin, 324 Seiten, ISBN-10: 3-89967-313-1











