(openPR) Sensoren aus der Schlüsseltechnologie erfolgreich in Forschungsprojekt der TU Clausthal getestet/ vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten
CLAUSTHAL/GÖTTINGEN. Adaptronische, also anpassungsfähige, Systeme zur Reduzierung und Kontrolle von Schwingungen gehören zu den großen Schlüsseltechnologien der kommenden Jahre.
Neben den potenziellen technologischen Vorsprüngen im Maschinenbau und der Automotive-Industrie birgt die Adaptronik auch für die Medizintechnik große Entwicklungsfelder, bekräftigt Prof. Dr. Andreas Rausch von der Technischen Universität Clausthal.
An seinem Lehrstuhl für Software Systems Engineering am Institut für Informatik wurde in diesem Jahr erfolgreich ein Forschungsprojekt zur Verbesserung der Lebensrettung abgeschlossen. Vor allem bei größeren Katastrophen, in denen viele Rettungskräfte koordiniert werden und zügig handeln müssen, könnte dieser Helfer bald unentbehrlich sein.
Viele moderne Technologien, darunter adaptronische Systeme, haben es möglich gemacht: Ein digitaler Rettungsassistent, der deutlich schneller als bisher alle wichtigen Vitalfunktionen misst und dem Notarztpersonal übersichtlich zeigt. Die ständig erfassten und kontrollierten Daten können zentral überwacht werden und Einsatzleiter bei Katastrophen wie Terroranschlägen, Zug- oder Chemieunfällen effektiver Handeln, folglich Leben retten.
Der reibungslose Informationsfluss solle den Sprechfunk ergänzen, nicht aber die Rettungskräfte ersetzen, betont Rausch. Die an seinem Institut entwickelte Software solle lediglich computergestützte Rettungsaktionen ermöglichen und dabei auf neue Technologien zurückgreifen. So können beispielsweise die adaptronischen Sensoren in der Messeinheit des digitalen Rettungsassistenten gleichzeitig und kontinuierlich den Blutsauerstoffgehalt, den Puls und den Blutdruck erfassen. Vertreter des Rettungswesens reagierten erstaunt und erfreut auf den neuen, elektronischen Kollegen, der bei der vergangenen CeBIT in Hannover erstmals vorgestellt wurde.
„Wir entwickeln diese Technologie natürlich weiter und sind jetzt auf der Suche nach Industriepartnern für Projekte zur Serienreife“, so Rausch weiter.
Prinzipiell sei es – abhängig von der Rechtslage – auch möglich, adaptronische Aktuatoren einzusetzen. Sie könnten automatisch eine notwendige Medikation oder Defibrillation einleiten.
Während adaptronische Sensoren Umwelt- und Zustandsveränderungen erkennen, sind die Aktuatoren dieser Technologie dazu bestimmt, auf diese Veränderungen intelligent zu reagieren. Im Maschinenbau und der Automotive-Industrie können so beispielsweise lästige Schwingungen getilgt werden.
Adaptronik-Projekte wie diese werden von den Mitgliedern des Europäischen Zentrums für Adaptronik e. V. ständig weiterentwickelt. So hat das ECAS-Mitglied Otto Bock Healthcare Deutschland als innovative Schlüsseltechnologie erfolgreich bei Prothesen eingesetzt.
„Unsere Schlüsseltechnologie für viele Branchen steht gerade am Anfang der Entwicklungskurve. Forschungsprojekte wie der digitale Rettungsassistent des ECAS-Mitglieds TU Clausthal und von Otto Bock Healthcare zeigen den großen Nutzen solcher Systeme“, so ECAS-Geschäftsführer Dr. Andreas Brosinger.
Weitere Informationen zur Zukunftstechnologie Adaptronik und dem Europäischen Zentrum für Adaptronik finden Sie auf www.ecas.eu.
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