(openPR) 2009 registrierte das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) in Ulm deutschlandweit insgesamt 406.349 neue Blutstammzellspender, so viele wie noch nie in den vergangenen Jahren. Dadurch stieg die Gesamtzahl der potentiellen Spender in Deutschland auf über 3,7 Millionen. Rund 30 Spenderdateien haben mit großem Engagement diese Spender geworben, typisiert und alle für eine Suche relevanten Daten an das deutsche Zentralregister weitergeleitet – denn nur hier wird die nationale und gegebenenfalls internationale Suche nach einem geeigneten Blutstammzellspender gestartet und koordiniert. Für viele Patienten, die an Leukämie oder einer anderen bösartigen Erkrankung des Blutes leiden, bedeutet eine Blutstammzelltransplantation oftmals die einzige Chance auf Leben. Die besonders hohe Spendenwilligkeit der Deutschen trägt entscheidend zu einer Verbesserung dieser Chancen bei. Das ZKRD ist das mit Abstand größte Register dieser Art in Europa und gemessen an der Zahl der alljährlich tatsächlich für Transplantationen identifizierten Spender sogar das leistungsfähigste Register weltweit.
Um einen geeigneten Spender zu finden, vergleicht das ZKRD zunächst die Gewebemerkmale des Patienten mit den gespeicherten Spenderdaten. Aus dieser Suche resultiert die sogenannte Matchliste, die eine Auswahl von möglicherweise passenden Spendern enthält. Um jedoch den am besten geeigneten Spender zu ermitteln, sind weitere Blutuntersuchungen notwendig. In diesem Zusammenhang wurden in 2009 weitere Untersuchungen von über 62.471 Spendern über das ZKRD angefordert.Das ZKRD beschränkt sich bei der Suche nach einem geeigneten Spender nicht allein auf Deutschland. Vielmehr hat es international Zugriff auf nahezu 14 Millionen Spenderdaten. Die elektronische Vernetzung zwischen den weltweiten Registern ist maßgeblich auf die Entwicklungen und das Engagement der Spezialisten im ZKRD zurückzuführen. Dabei wird der Suchprozess selbst kontinuierlich weiterentwickelt, um noch schneller und genauer den passenden Spender zu finden.











