(openPR) Ostersonntag, 4. April 2010, 20.00 Uhr, Thomaskirche Leipzig
Wer Ostern eine Reise nach Leipzig plant, sollte auf jeden Fall ein Chorkonzert in der Thomaskirche auf die Agenda setzen. Am Ostersonntag, 4. April 2010, werden der exzellente Kammerchor Josquin des Préz und das Leipziger Barockorchester unter der Leitung von Ludwig Böhme Johann Sebastian Bachs „Osteroratorium“ und die Motette „Jesu meine Freude“ sowie von Josquin des Préz die „Missa Pange lingua“ zu Gehör bringen.
Der Kammerchor Josquin des Préz verbindet im Rahmen von Josquin-Das Projekt die Darbietung dieser Messe mit der Aufführung des „Osteroratoriums“: Das Werk unterscheidet sich von allen anderen Bachschen Kantaten, denn ihm liegt in allen Teilen eine gesungene Handlung mit agierenden Personen zugrunde. Das Ostergeschehen wird in unverschlüsselter, plastischer Form erfahrbar gemacht. So kann das heutige Publikum mit dieser besonderen Programmkonzeption sehr deutlich die „ferne Nähe“ zweier der bedeutendsten abendländischen Komponisten erspüren.
Bereits als Knabensänger in seiner Geburtsstadt Eisenach lernte Johann Sebastian Bach Kompositionen von Josquin des Préz kennen, die dort Ende des 17. Jahrhunderts noch zum gängigen kirchenmusikalischen Repertoire gehörten. Das große Interesse an der Renaissance-Musik – und besonders an den Werken Josquins – blieb bei ihm trotz konfessioneller Unterschiede lebenslang erhalten. Unter den Josquin-Kompositionen, die Bach vermutlich kannte, befand sich auch die „Missa pange lingua“. In dieser letzten Messkomposition Josquins wendet der Altmeister die so genannte „Imitationstechnik“ an: Ein Motiv wird in allen vier Stimmen gleichberechtigt zitiert und kontrapunktisch bearbeitet. Das thematische Material schöpft der Komponist aus dem gregorianischen Hymnus „Pange lingua“, dessen Gesang für die Liturgien des Gründonnerstags sowie des Fronleichnam-Festes vorgesehen ist.
www.josquin-projekt.de











