(openPR) geprägt von Internationalität, Innovation und Diplomatie
Die neue Partei „Allianz für Bürgerrechte (Allianzpartei)“ wird am Sonntag in der deutschen Hauptstadt an einem historisch symbolträchtigen und denkwürdigen Platz gegründet. In Berlin-Karlshorst wurde vor rund 65 Jahren offiziell der Zweite Weltkrieg beendet und die Urkunde der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands unterzeichnet. Vor den Augen der militärischen Führung der Alliierten Expeditionsstreitkräfte und der Roten Armee besiegelte die Generalität der deutschen Wehrmacht die totale Niederlage Deutschlands.
Damit begann gleichzeitig in dem Stadtteil des Berliner Ostens Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Spaltung der politischen Welt, die erst mit der Wiedervereinigung Deutschlands vor zwanzig Jahren endete. Fast 50 Jahre lang war Karlshorst Hauptquartier der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD).
Im Gegensatz dazu ist das Portland-Cement-Haus in unmittelbarer Nähe des seinerzeitigen Treffpunkts höchster sowjetischer, US-amerikanischer und britischer Militärs eine zivile zentrale Stätte für Internationalität, Innovation und wirtschaftlichen Fortschritt. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist der erste aus Betonfertigteilen errichtete Experimentalbau Deutschlands. Er entstand 1901 als Hauptsitz der deutschen Zementindustrie und beherbergte das zentrale Wissenschaftslabor zur Zertifizierung von Baustoffproben. Sie kamen aus Zementfabriken in ganz Europa von Bergen (Norwegen) bis Toulouse (Frankreich), von Gent (Belgien) bis St.Petersburg (Russland). Mit Einführung dieser konsequenten Qualitätstests auf dem europäischen Festland wurde die damalige Vorherrschaft der anglo-amerikanischen Zementindustrie auf dem Weltmarkt gebrochen. Die Europäer drehten den Spieß um und steigerten ihre Exporte nach Nord- und Südamerika beträchtlich. Grund war die enorme Qualitätssteigerung der Bauprodukte, deren Muster in den Analyse-Labors von Berlin-Karlshorst die Feuertaufe bestanden hatten.
Mit Abschluss des Zweiten Weltkriegs endete die Funktion als wirtschaftliches und wissenschaftliches Leitzentrum der deutschen Zementwirtschaft. Im Portland-Cement-Haus wurde nun feines diplomatisches Parkett ausgelegt. Nacheinander residierten zu Zeiten der DDR in dem Gebäude die jeweiligen Botschafter von Algerien und der Mongolei.
Die diplomatische Residenz wandelte sich mit der deutschen Wiedervereinigung in ein Archiv, in dem die Aktennachlässe der DDR-Parteien und –Massenorganisationen unter der Federführung des Bundesarchivs übergangsweise verwahrt wurden.
In der Folgezeit hat das Architekten-Ehepaar Christine Neukirch-Lange und Andreas Lange das Portland-Cement-Haus zu einer beliebten Veranstaltungs- und Konferenzstätte umgestaltet. In dem Gebäude, vor dem die Europäische Flagge und die Trikolore Frankreichs weht, befinden zahlreiche Geschäftsräume, ein Abgeordnetenbüro und eine französische Weinstube. ++











