(openPR) In einer Zeit, in der mehr und mehr Menschen nicht in der Lage sind, überhaupt Rücklagen zu bilden, erscheint die Frage nach der richtigen Geldanlageform wie ein Luxusproblem. Doch jedes Vermögen, ob groß oder klein, sollte auch und gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten gut angelegt werden.
Die Krise und der Anleger
Genauso wie in Boomzeiten die Gier oftmals ein sehr aktiver und einflussreicher Berater in Geldfragen ist, kann in Krisenzeiten die Angst die Anlageentscheidung vieler Menschen, vom Kleinanleger bis zum Großinvestor, nachhaltig beeinflussen. Doch so stark bewusste und unbewusste Ängste auch in die Entscheidungsfindung hineinspielen, so schlecht ist man doch beraten, seinen Emotionen die Wahl der Geldanlage zu überlassen.
Aus Furcht sein Kopfkissen mit Bargeld zu stopfen oder Goldbarren im Hinterhof zu vergraben ist nicht weniger verrückt, als mit Dollarzeichen in den Augen Unsummen auf vermeintlich unterbewertete Aktien oder neuartige Anlagevehikel zu setzen, die enorme Renditen versprechen.
Rationale Geldanlage
Ob Krise oder Boom, eine alte Regel der Geldanlage lautet, immer verschiedene Anlageformen miteinander zu kombinieren und so Rendite und Sicherheit gleichermaßen zu gewährleisten. Die traditionelle Dreifaltigkeit der ausgewogenen Geldanlage – Festgeld, Immobilien und Wertpapiere – kann jedoch nur noch als Ausgangspunkt für die Suche nach der richtigen Anlage dienen.
Immobilien
Eigentlich hat der Immobiliensektor in Deutschland wenig Grund zur Klage: Im Gegensatz zu den Märkten in den Vereinigten Staaten, Spanien und Irland kam es im Verlauf der Finanzkrise weder zu massiven Ausfällen, noch brachen die Immobilienpreise generell ein. Und dennoch sind Immobilien aktuell eher ein Spielplatz für sehr langfristig orientierte und wohlhabende Anleger. Wer keine allzu großen Summen zur Verfügung hat, sollte besser die lange Bindung seiner finanziellen Mittel in Immobilien vermeiden. Wann, wenn nicht in der Krise, spielt der Faktor Liquidität vielleicht die entscheidende Rolle in finanziellen Dingen?
Wertpapiere
Ob Anleihen, Aktien oder Fonds, Wertpapiere sind aufgrund der potentiell hohen Rendite ein wichtiger Bestandteil vieler Geldanlagestrategien. Doch in einer Zeit, in der die Entwicklung an der Börse von der Realwirtschaft abgekoppelt zu sein scheint, sind Wertpapiere keine allzu sichere Anlage. Die Renditemöglichkeiten sind in der Krise zwar noch höher als in wirtschaftlich ruhigeren Zeiten, das Risiko wächst jedoch in gleichem Maße, wenn nicht sogar mehr.
Daher ist Anlegern, die nicht bereit oder in der Lage sind, kurzfristig Verluste im zweistelligen Prozentbereich zu ertragen, von einem Investment in Wertpapiere derzeit abzuraten.
Festgeld
Festgeld im weiteren Sinne, also von der Bundesanleihe über das eigentliche Festgeldkonto und das Sparbuch bis hin zum Tagesgeldkonto, stellt die dritte Säule der Geldanlage dar. Gleichzeitig ist das Festgeld die Anlageform, die am wenigsten unter den Folgen der Finanzkrise zu leiden hat. Zwar befinden sich aktuell die Zinsen für Bundesanleihe, Festgeld und Tagesgeld deutlich unter dem Niveau von 2007, dank der niedrigen Inflation fällt dies jedoch weit weniger stark ins Gewicht, als zu vermuten wäre.
Gerade in Krisenzeiten kommen die Vorteile des Festgelds zum Tragen: Die feste Rendite, mit der kalkuliert werden kann, und die hohe Einlagensicherheit dank staatlichem Sicherungsfonds. Einzig die feste Anlagedauer kann bei einer persönlich wie gesamtwirtschaftlich unsicheren Situation zu einem Problem werden. Generell ist von mehrjährigen Laufzeiten abzuraten, da die Entwicklung des Finanzmarkts aktuell kaum abzuschätzen ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann natürlich auf ein Tagesgeldkonto ausweichen und die mit zwei bis drei Prozent verzinsten Konten als sicheres und durchaus gut verzinstes „Wartegleis“ verwenden, bis sich die Wirtschaftslage wieder verbessert hat.
Fazit
Obwohl in Krisenzeiten die gleichen grundlegenden Regeln gelten, wie in ruhigen Zeiten auch, sollte der Anleger besondere Vorsicht an den Tag legen. Langfristige Geldanlagen scheiden schon aus dem einfachen Grund aus, dass sie im wirtschaftlichen Notfall nicht liquide gemacht werden können. Riskante Anlageformen wir Wertpapiere wiederum sind kaum zu kalkulieren, das Risiko ist schwer beherrschbar.
Bleiben also nur die konservativen Anlageformen, die sowohl Liquidität als auch Sicherheit bieten. Obwohl eher langweilig, können kurzfristige Termingelder und Tagesgeldkonten die beste Alternative darstellen, die es in Zeiten der Krise gibt.
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