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Das Google Paradigma

30.11.200916:31 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Paradigma ist eines der ersten dot-commie Wörter das oft in den neuen Medienkreisen verbreitet wird. Ein Paradigma ist das Regelwerk auf Grund dessen wir Dinge beurteilen, die mentale Struktur die wir nutzen um optischen Reizen einen Sinn zu geben. Es wird am besten über ein Sprichwort charakterisiert: „ Wenn ein Hammer alles ist was du hast, wird bald alles wie ein Nagel aussehen.“ Hier ist das Paradigma die Welt aus der Perspektive eines Hammers betrachtet.



Der Internetbrowser ist auch ein Paradigma und zwar eins das wirklich den Geschmack der Massen getroffen hat. Der Browser ist das Fenster durch den wir das Welt Weite Web betrachten und die meisten Leute denken dass das WWW das Internet ist. Oder nicht? Oder sehen wir den Wald vor Bäumen nicht? Ist der Internetbrowser das Paradigma oder ist Google das eigentliche Paradigma des Welt Weiten Webs?

Die meisten von uns sehen die online Welt durch den Browser, aber sie nutzen trotzdem Google als Navigator. Fakt ist das ein großer Anteil der Webuser nicht einmal die Adressenzeile im Browser benutzen und statt dessen die Seite bei Google eingeben und auf das Suchergebnis klicken.

Google hat ein Monopol im Web Universum. Man könnte sogar sagen, dass es gar kein Welt Weites Web mehr gibt sondern nur noch Google und die Seiten die mit Google verknüpft sind. Google ist was AOL einst war und was Compuserve vor AOL war, es ist der dominate Schlüssel für alle online Aktivitäten. Wenn du zu den Glücklichen zählst die hoch im Googleranking stehen bist du gesegnet mit Besuchern, sonst bist du verflucht.

Durch diese dominate Position verdient sich Google eine goldene Nase.

Google ist ein großes Geld Vacuum, dass $20.000 Millionen Dollar Einkommen pro Jahr aus der Weltwirtschaft saugt, durch was man als „Eigentum“ am Welt Weiten Web bezeichnen könnte. Webseitenbesitzer zahlen diese $ 20 Milliarden Dollar um sich mit Google gut zu stellen und so eine Navigation der Massen zu ihrer Webseite sicherzustellen.

Indirekt über Werbung bekommt Google also $3 pro Monat von jeder Frau, jedem Mann und jedem Kind allein in den USA. Das ist der Antrieb für die gigantische Profit-Maschinerie. Es ist der größte Anteil des amerikanischen Marketing Budgets und deshalb verwundert es niemanden das andere werbeabhängigen Medien unter dieser Konkurrenz zusammenbrechen.

Aber vielleicht sehe ich das auch alles falsch. Ist das Welt Weite Web die Zukunft des Internets oder nur ein vorübergehender Modetrend?

Was mich das Internetbrowser Paradigma vergessen ließ war Rupert Murdoch.

Theoretisch sagt man das es auf den ‘Inhalt’ ankommt, aber in der Praxis ist es die Distribution. Wenn dir die Leitung gehört bestimmst du den Inhalt. Und es hat noch nie eine Medien Distributionsleitung gegeben die nicht ausschließlich und skrupellos von Medienunternehmen vollgepumpt wurde. Qualitative Produkte sind eher die Seltenheit und werden dominiert von Quantitativen Produkten, die zielgerichtet sind auf ein bestimmtes Businessmodell anstatt die Kreation des besten Materials. Medienunternehmen streben auch nur nach Profit und nicht Kunst.

Google ist also der Distributionskanal des Web’s da es die Navigation kontrolliert und die Verbreitung von Traffic kontrolliert. Was würde nun passieren wenn die qualitativen Inhalte aus dem Web verschwinden? In dem klassischem Medien Beispiel hat der billige, profitable Inhalt die Lücke zum teuren qualitativen Inhalt gefüllt. Jedoch unter dem alten Kredo das ‘Inhalt King’ ist sollte die Distributionsleitung, die das Web ist, schrumpfen und sterben.

Was wird nun passieren? Und passiert es schon? Erstickt der gierige 50/50 AdSense Deal von Inhaltanbietern mit Google schon das Web?

Ich hasse es zu sagen, aber ich denke ja. Ich habe seit einigen Jahren über den Mangel an Neuem in Netz gegrübelt und ja es gibt kleine Highlights wie Twitter, aber ich beklage mich über das Fehlen vom Aufschwung neuer Ideen, die damals zum Dot Com Boom aufgetreten sind. Zugegeben, damals wurden auch Vermögen in neue, verrückte Ideen investiert, aber trotzdem fühlt sich das Netz mehr und mehr an wie eine riesige Wüste voll mit Nonsens und kleinen Oasen mit qualitativem Inhalt.

Langsam verhärtet sich in mir der Gedanke, dass das Web nicht unmittelbar die Zukunft des Internets darstellt. Die Zukunft des Internets sieht eher wie eine Vielfalt an Apps aus.

Als ich daran dachte wie Murdoch nun dem Google Vampir entkommen könnte, hat es mich wie der Blitz getroffen, dass wenn ich Murdoch wäre würde ich eine Fox App bauen. Wenn dieser Inhalt stark genug ist alleine darzustehen und gut genug ist das Leute diesen Inhalt downloaden wollen und dafür eine einfache Software installieren würden, dann könnte der Newscorp Inhalt, oder auch jedes andere Material eines Inhaltanbieters, einfach eine App sein wie der Inhalt von iTunes oder World of Warcraft. Das Web wäre dann nichts anderes als eine Startseite um die Menschen zum download und benutzen der App zu verführen.

In diesem Moment Schiessen Pakete durchs Netz und überraschender Weise sind das keine Webseiten mehr, es sind Apps. Von File-Sharing Front End, Skype, World of Warcraft oder Instant Messenger Apps, Apps bilden zunehmend die Form von dem alten, fast ausgestorbenen Paradigma dem ‘online Gebrauch’.

Während Google noch versucht die Microsoft Plattform in einen Browser zu packen, springt die Welt aus dem Internetbrowser in ein Netzwerk aus Apps.

An der Oberfläche wirken Inhaltanbieter gefangen im langsamen Internet Tod, aber wenn sie aus diesem WWW Paradigma ausbrechen indem sie eine autonome Applikation schaffen anstatt weiter unter einem kollektiven Browser zu operieren, dann können sie ihre alte Identität und ihr altes Businessmodell zurückgewinnen.

Das Gute am Internet ist, dass es jemand günstig vormacht und erst dann werden die Titanen folgen.

Irgendwie hat World of Warcraft diese Modell schon bewiesen, denn ihre Milliarden Verkäufe sind auf der gleichen Skala wie Google’s gewaltige Gewinne und dabei ist es in erster Linie eine App und erst an zweiter Stelle eine Webseite. Blizzard besitzt die Kunden und nicht Google. Google hat keine Macht über World of Warcraft, aber es ist eine ganz andere Geschichte mit den Eigentümern von Web-Medien, die erzittern unter dem Gedanken ihre Stellung in dem $20 Milliarden Dollar Monopoly um den Traffic zu verlieren.

Es ist natürlich immer eine schlechte Idee den aktuellen Marktführer zu bekämpfen, aber es ist auch eine gute Idee nach neuen Kandidaten Ausschau zu halten. Deshalb halte die Augen offen nach der nächsten Generation an Produzenten von nicht-browserabhängigen Applikationen, denn die nächste Generation wird wieder voll von gigantischen Machtkämpfen sein.

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