(openPR) Seesen, München, 25. November 2009 – 50 Prozent mehr Blu-rays verliehen als noch vor einem Jahr, das ist die Bilanz der Online Videothek Video Buster, die Vorstand Mario Brunow auf dem Branchenkongress Video Entertainment in München präsentierte. Dennoch betrage das Verhältnis von Blu-ray und DVD im Video Buster Verleih noch nicht einmal eins-zu-sechs. Für den Video Buster Chef ist das signifikant: Die Haushalte würden zwar nach und nach auf die neue Technik umschwenken, aber es gebe keinen Run auf die Geräte und schon gar nicht auf jeden hochauflösenden Film. Solange dem Verbraucher nicht bei jeder Blu-ray auch bessere Qualität als bei einer DVD geboten werde und er zusätzliche Features wie BD- Live nicht auf Anhieb verstehe, werde sich Blu-ray nicht so schnell zum Massenmarkt entwickeln, so Mario Brunow.
Damit dämpfte der Video Buster Chef ein wenig den Optimismus der übrigen Panelteilnehmer auf dem Branchenkongress Video Entertainment in München. Die Hoffnung der Industrie, vertreten durch Joachim Spang, Managing Director Twentieth Century Fox und Andreas Ditter, Managing Director Sony Pictures Home Entertainment, lautet: 2010 wird das Jahr der Blu-ray. Diese Erwartungen bauen zum einen auf das Weihnachtsgeschäft, das deutlich mehr Blu-ray Player als bisher in deutsche Haushalte bringen soll. Zum anderen auf die Fußballweltmeisterschaft, die auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hochauflösend zu sehen sein wird. „Die Killerapplication ist die Auflösung und wer sie einmal genossen hat, kommt nicht mehr davon los“, so Andreas Ditter.
Für Video Buster Chef Mario Brunow sind es besonders Action und computeranimierte Filme, bei denen die höhere Auflösung punkten könne. Aber von der besseren Qualität sind längst noch nicht alle Kunden so überzeugt, dass sie auch in neue Player, Fernseher und Medien investieren: „Die Umfrage im Oktober unter unseren Kunden hat gezeigt, dass etwa ein Drittel bereits einen Blu-ray Player besitzt, ein weiteres Drittel sagt aber auch, dass sie kein Interesse daran haben und ihnen die DVD reicht“, so Mario Brunow. Der Rest würde Blu-ray erst konsumieren, wenn Hard- und Software preisgünstiger würden.
„Blu-ray ist aus Sicht unserer Kunden nicht das Medium, das die DVD heute schon ersetzt, sondern nur ergänzt “, fasst Mario Brunow ein weiteres Ergebnis der Kundenumfrage zusammen. „Die Erfolgsstory der Umstellung von VHS auf DVD wird sich nicht wiederholen.“ Das liegt auch daran, dass zu wenig durch die Brille des Verbrauchers geschaut werde: „Statt von BD-Live zu sprechen, sollte man lieber den konkreten Nutzen hervorheben. Dazu gehört, dass jeder Blu-ray Player auch DVDs abspielen kann und zwar in einer skalierten Top-Qualität.“
Gut zwei Jahre ist es her, dass Blu-ray sich im sogenannten Formatkrieg gegen HD DVD durchgesetzt hat. Dennoch ist ein Blu-ray-fähiges Abspielgerät erst in 3 Prozent aller bundesdeutschen Haushalte vertreten und zwar ganz überwiegend in Form einer PlayStation 3, erklärte Joachim Spang auf dem Branchenforum in München. Dieser Anteil wird nächstes Jahr signifikant wachsen, so die Überzeugung der Industrie, die sie allerdings auch schon in 2007 auf der IFA verbreitete. Da lautete die Botschaft: An Blu-ray kommt in Zukunft keiner mehr vorbei. Macht 2010 nun endlich die Zukunft blau?












