(openPR) Der November verlief für die Märkte freundlich, der S&P 500 Index sowie alle amerikanischen Indizes und auch der DAX® Index konnten zulegen.
Der S&P 500 schaffte sogar ein neues Jahreshoch. Was jedoch genau die treibende Kraft hinter diesem Anstieg war bleibt fraglich.
Die Unternehmensdaten der Berichtssaison für das abgelaufene 3. Quartal waren es jedenfalls nicht. Somit bleibt vermutlich nur noch die Hoffnung auf einen traditionell starken Börsenmonat November, der Beginn einer Jahresendrallye und natürlich weiterhin viel Liquidität.
Anders scheint die Bewegung nicht erklärbar. Eine fundamentale Besserung der Lage gab es jedenfalls nicht, dafür reicht bereits eine Betrachtung der offiziellen Arbeitslosenquote in den USA, die bei 10,2% liegt. Inoffizielle Schätzungen gehen von einer realen Arbeitslosigkeit von über 17% aus.
Die Berichtssaison in den USA ist weitestgehend abgeschlossen und nach einem Research Bericht der Firma Bespoke haben 59% der Unternehmen die Erwartungen übertroffen, der höchste Wert seit fünf Earnings Seasons. Im Vergleich zu der Earnings Season für das 1. und 2. Quartal 2009 gab es in der 3. Earnings Season - trotz erstmals wieder positiver Wirtschaftsdaten - und guter Earnings keine Aufwärtsbewegung des Marktes.
Ein weiteres Zeichen für eine - zumindest kurzzeitige - Rückkehr der Nervosität ist am Volatilitätsindex (VIX) zu erkennen, der Anfang November wieder einmal deutlich anstieg, mittlerweile jedoch zurückgekommen ist.
In den USA hat Ende November das Weihnachtsgeschäft begonnen, dies ist nicht nur ein Gradmesser für die Einzelhändler, sondern für den Zustand der gesamten Wirtschaft.
Einen Überraschungscoup landete wieder einmal Warren Buffett. Er kaufte sich mit $ 26,6 Mrd. in Burlington Northern Santa Fe - eine amerikanische Eisenbahngesellschaft - ein, eine Wette auf eine sich wieder bessernde Wirtschaft in den USA. „It is a very solid business ... that will do well if the economy does well and I believe the economy will do well.“ sagte er in einem Interview mit der Financial Times.
Beeindruckend stark zeigt sich der Goldpreis, der aktuell bei $ 1.165 notiert. Weiterhin schwach hingegen präsentiert sich der US-Dollar. Trotz diverser Versuche ihn stark zu reden, notiert er weiterhin in unmittelbarer Nähe der 1,50. Eine solche Aussage, die klar zur Dollarstützung gedacht war kam in der letzten Novemberwoche vom Fed Vorsitzenden Ben Bernanke, der sagte, dass die Notenbank: “attentive to the implications of changes in the value of the dollar and will continue to formulate policy to guard against risks to our dual mandate to foster both maximum employment and price stability. Our commitment to our dual objectives, together with the underlying strengths of the US economy, will help ensure that the dollar is strong and a source of global financial stability.“
Wirtschaftsdaten
Insgesamt betrachtet waren die Wirtschaftsdaten des vergangenen Monats uneinheitlich.
Die Wirtschaft in der Eurozone konnte im abgelaufenen 3. Quartal 2009 zum ersten Mal seit fünf Quartalen wieder expandieren - insgesamt mit 0,4%, getrieben durch Deutschland mit 0,7% und Italien mit 0,6%.
Keine Überraschungen gab es bei den Leitzinsentscheidungen, die Federal Reserve beließ den Leitzins weiter auf einem variablen Niveau von 0 - 0,25%, die Europäische Zentralbank unverändert bei 1% und die Bank of England unverändert bei 0,5%.
Überraschend negativ war jedoch der amerikanische Arbeitsmarktbericht vom Freitag, den 06. November, die Arbeitslosenquote stieg mehr als erwartet auf nun 10,2% - so hoch wie seit 26 Jahren nicht mehr.
Positive Wirtschaftsdaten kamen seit langer Zeit vom Automobilsektor, die Auto Sales waren überraschend stark - sicherlich auch aufgrund der amerikanischen Abwrackprämie. Eventuell war dies mit ein Grund für General Motors, sich gegen einen Verkauf an Magna entschieden zu haben.
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