(openPR) Annegret Fleischer mag es nicht, wenn Liebespärchen oder Marienkäfern der Kopf angebrannt wird. Deshalb hat die Kerzenzieherin besondere Designs entworfen: Holzscheit, Brikett und Zündkerze. Diese einzigartigen Kerzen gibt es auf KLICK-Germany
„Früher kannte ich jeden Bestseller. Heute komme ich gar nicht mehr zum Lesen.“ Annegret Fleischer (35) ist gelernte Buchhändlerin. Doch zum Lesen kommt sie jetzt kaum noch. Denn seit drei Jahren beschäftigt sie sich mit einem völlig neuen Beruf: Dem Kerzengießen.
"Meine Eltern waren im Sommer 2001 in der Schweiz im Urlaub. Dort erlebten sie eine Kerzengießerei." Begeistert baut der Vater Zuhause erste, eigene Gussformen aus Silikon. "Ich ließ mich gleich von ihm anstecken. Wir probierten zusammen alle möglichen Formen. Angefangen von klassischen Zylinder- und Kugelformen bis hin zu kleinen Glocken für ein Kirchenfest." Doch es bleibt zunächst ein Hobby. Bis zum Sommer 2005. „Ich wurde arbeitslos. Eine beängstigende Situation. Wir hatten gerade unser Haus gebaut, einen Kredit dafür aufgenommen. Ich wollte schnell wieder arbeiten. Doch überall, wo ich mich bewarb, hieß es: zwei kleine Kinder, da haben wir aber viele andere Bewerber vor ihnen.“ Die Wochen vergingen, die Zeit des Arbeitslosengeldes schmolz. „Eines Tages stand ich mit Vater in unserer Hobby-Werkstatt. Plötzlich sagte er: Mach dich doch mit den Kerzen selbständig.“ Zuerst verwirft Annegret den Gedanken. Das Risiko scheint ihr zu hoch. Doch als sie mit ihrem Mann Matthias darüber spricht, macht er ihr gleich Mut: „Auf dem Adventsfest in unserem Unkersdorf hast du doch immer großen Erfolg mit den Kerzen. Und du hast noch so viele Ideen. Probier es einfach.“ Annegret wagt den Schritt. Beantragt beim Arbeitsamt einen Existenzgründer-Lehrgang, taucht vier Wochen in die Geheimnisse von Buchhaltung, Businessplan und Fördermittel ein. Als Starthilfe zahlt das Arbeitsamt ein halbes Jahr ein Überbrückungsgeld. „Voller Elan räumte ich die alte Schmiede meines Ururgroßvaters aus, renovierte sie mit Hilfe der ganzen Familie und richtete dort meine Werkstatt ein.“ Am 1. Juni 2006 meldet Annegret das Gewerbe für die „Kerzenschmiede“ an. Wenig später steht sie mit ihren Kerzen auf einem Markt. „Das sind aber schöne Kerzen.“ Viele Leute bleiben stehen, staunen. Doch sie kaufen nicht. „Ich hatte für drei Tage Standkosten und Strom bezahlt. Am ersten Tag hatte ich aber nur ganze 7 Euro eingenommen.“ Annegret bekommt Zweifel. „Sind meine Kerzen doch nicht gefragt?“ Deprimiert fährt sie nach diesem Markt nach Hause. Und hat eine neue Idee: „Ich werde auf dem Markt Kerzen ziehen.“ Parallel entwickelt sie neue Kerzenformen. Eines Tages hält sie einen Holzscheit in der Hand, will gerade den Kamin anzünden. „Das ist ja eine tolle Form“, hält sie inne und legt das Scheit zur Seite. Am nächsten Tag gießt sie es in Silikon. So entsteht eine Kerzenserie von Dingen, die auch in der Realität brennen: Kohle, Zündkerze und Holzscheit. "Ich mag es nicht, wenn Liebespärchen oder Marienkäfern der Kopf angebrannt wird." Die Mühe lohnt sich: „Auf dem Kunsthandwerkermarkt in Thüringen in der Adventszeit verkaufte ich fast alle Kerzen.“ Unterdessen besucht Annegret 25 Märkte im Jahr, wird mit ihrer mobilen Kerzenzieherei auf Veranstaltungen gebucht. „Ich habe ein Gefühl dafür bekommen, wo ich meine Kerzen gut verkaufe.“ Trotzdem dauert es drei Jahre, bis Annegret endlich mit der „Kerzenschmiede“ Gewinn macht. „Mein Durchhalten, mein unbedingter Wille zum Erfolg haben sich gelohnt. Dieses Jahr bleibt endlich etwas für mich übrig.“
Holzscheit, Brikett und Zündkerze gibt es auch auf KLICK-Germany.de
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