(openPR) Die aktuellen Meldungen über den massiven Datenmissbrauch eines spanischen Kreditkarten-Dienstleisters scheinen weitere Betrüger zu motivieren: Derzeit ist ein neuer Banking-Trojaner per E-Mail im Umlauf, melden antispameurope und G DATA. Es wird eine angebliche Abbuchung angekündigt, die durch die Installation eines mitgeschickten Tools storniert werden soll. In Wirklichkeit ermöglicht diese Software jedoch erst den Betrug, indem es nach der Installation die Homebanking- und Kreditkartendaten des ahnungslosen Nutzers ausspäht.
„Wir warnen dringend davor, die angehängte Datei zu öffnen und das Programm zu installieren“, erklärt Olaf Petry, technischer Leiter beim E-Mail-Dienstleister antispameurope. Das gefährliche Schadprogramm Trojan.Win32 .Sasfis .vbw sei besonders aggressiv, weil es unbemerkt Verbindungen zu verschiedenen Servern aufbaut und auf diese Weise weitere Schädlinge auf den Rechner lädt. Im schlimmsten Fall können die Kriminellen den betroffenen Rechner durch diese Backdoor-Funktion komplett unter ihre Kontrolle bringen.
„Generell sollte jeder Nutzer skeptisch sein, wenn er per E-Mail angebliche Rechnungen oder Informationen zu vermeintlichen Zahlungen erhält“, warnt Spam-Experte Petry. „Besonders vorsichtig sollte man sein, wenn die Nachricht von einem unbekannten Absender stammt.“ Im aktuellen Fall werden die Namen bekannter Firmen wie Microsoft oder Avis als angebliche Versender missbraucht.
Nutzer des Managed-Security-Services von antispameurope seien nicht von den Attacken betroffen, teilten die Sicherheitsspezialisten aus Hannover mit. Der Schädling ist von Beginn an im Outbreak-Filter des Spam-Experten hängen geblieben, wurde sofort gemeinsam mit dem Partner G DATA analysiert und wird von den Sicherheitsprodukten beider Anbieter wirksam erkannt.









