(openPR) Zum 12. Mal hat die die GFS Fundraising & Marketing GmbH das Bad Honnefer Fundraising Forum veranstaltet. Thema in diesem Jahr waren die Kosten, die durch das Fundraising selbst entstehen. Ein heißes Thema, denn der zunehmende Verdrängungswettbewerb auf dem Spendenmarkt hat in den letzten Jahren die Fundraising-Kosten kontinuierlich steigen lassen. Entsprechend waren fast 200 Fachleute und Interessierte aus der deutschsprachigen Fundraising-Szene nach Bad Honnef gekommen, darunter viele Vertreter von international arbeitenden NPO wie das DRK, UNICEF, Missio, Care und Amnesty International.
Die Erfahrung, dass es immer teurer wird, neue Spender für eine Organisation zu gewinnen, wirft die Frage auf, bis zu welcher Höhe diese Kosten noch vertretbar sind. Derzeit kostet es zwischen 100 und 200 Euro einen neuen Spender zu werben, erläuterte Prof. Dr. Michael Urselmann von der Kölner Fachhochschule für Sozialmanagement in seinem Einführungsvortrag. Er umriss die aktuelle Situation in Deutschland und den USA. Dort machen Fundraiser diese Erfahrungen schon länger. So konnte er verschiedene, von amerikanischen Fundraisern entwickelte Möglichkeiten vorstellen, wie sich der Prozess des Fundraisings optimieren lässt. Zwei Fragen standen dabei im Mittelpunkt: Wie berechnet man die Kosten des Fundraisings genau. Und: Wie sieht das optimale Fundraising-Budget aus?
Auf diese beiden Fragen konzentrierten sich die weiteren Referenten. Der Fundraising-Berater Arne Kasten stellte am Beispiel von Ärzte ohne Grenzen e.V. vor, wie eine Vollkostenrechnung für eine Maßnahme aussehen sollte. Sabine Wagner (UNICEF) berichtete, wie beim Deutschen Komitee für UNICEF die Kosten der Neuspendergewinnung berechnet werden. Dr. Thomas Röhr (DRK-Service GmbH) und Andreas Berg (GFS Fundraising & Marketing) stellten am Beispiel der Fördermitgliedschaft beim DRK vor, wie eine Amortisationsberechnung durchgeführt werden kann. Schließlich ging Burkhard Wilke vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) auf die schwierige Frage ein, welche Höhe der Fundraising-Kosten noch vertretbar ist. Er betonte, die Behauptung, Spenden würden zu 100 Prozent in eine Maßnahme fließen, verschleiere die Wahrheit. Hier sei Transparenz geboten. Laut DZI dürfen die Kosten für Verwaltung und Fundraising bei maximal 35 Prozent der Einnahmen liegen. Wilke bedankte sich ausdrücklich, dass er zur zweitwichtigsten deutschen Fundraising-Veranstaltung nach dem Deutschen Fundraising-Kongress eingeladen wurde, um über diese wichtigen Fragen diskutieren zu können.
Gesponsert wurde das 12. Bad Honnefer Fundraising Forum von der Bank für Sozialwirtschaft, Deutsche Post Direkt Marketing und natürlich der GFS Fundraising & Marketing.












