(openPR) Bad Honnef; im November 2011. Die GFS Fundraising & Marketing GmbH hat zum 14. Mal das Bad Honnefer Fundraising Forum veranstaltet. Unter dem Titel „Spenderbindung – wie gewonnen, so zerronnen“ wurde in diesem Jahr über die Bindung von Spendern und Förderern an eine Organisation referiert und diskutiert. Die GFS hatte damit wieder ein Thema für ihr Forum ausgesucht, das den Fundraisern/-innen auf den Nägeln brennt. Weit mehr als 200 Teilnehmer hatten sich auf den Weg nach Bad Honnef gemacht. Dahinter stecken in Zeiten zunehmend knapper werdender Finanzmittel für den dritten Sektor nüchterne Rechenübungen. Es ist einfach kostengünstiger, Spender zu halten, als neue zu gewinnen. Aber wie geht das?
Jörg Gattenlöhner (GFS Fundraising & Marketing GmbH) brachte es in seiner Begrüßungsrede auf den Punkt: Wer über Spenderbindung nachdenkt, der muss über menschliche Beziehungen nachdenken. Wenn man weiß, was eine Ehe über die Jahre zusammenhält, dann kann man die Erkenntnisse daraus durchaus auch auf das Fundraising übertragen und für die Bindung von Spendern nutzbar machen.
Warum Spenderbindung wichtig ist, das machte Prof. Dr. Michael Urselmann (Fachhochschule Köln) in seinem Einführungsvortrag deutlich. Bei Kosten von 100 bis 200 Euro für die Gewinnung eines Neuspenders zahlt sich die Bindung von Spendern tatsächlich in barer Münze aus. Allein im ersten Jahr verliert eine Organisation durchschnittlich 50 Prozent ihrer Neuspender, danach liegt der Verlust bei einem Drittel pro Jahr. Wenn man diesen Trend verlangsamen kann, hatdas spürbaren Einfluß auf die Spendeneinnahmen.
Julia Biermann (Kindermissionswerk „Die Sternsinger“) referierte über Spenderbindung via Internet. Ihre Frage: Wie kann man die digitalen Medien zur Spenderbindung nutzen? Ihr Kernpunkt: Da das Internet vielfältige Möglichkeiten des Dialogs in beide Richtungen bietet, ist es ein ideales Instrument der Spenderbindung.
Sabine Boos (UNICEF) sprach über die Bindung von Neuspendern am Telefon. Klares Fazit ihres Vortrags: Je eher, je besser. Dankanrufe nach der Erstspende bieten nicht die Möglichkeit, aus den Spendern Förderer zu machen, die regelmäßig spenden. Und Neuspender, die telefonisch erreicht werden, spenden in der Folge auch mehr.
„Spenderbindung über Spenderbefragung“ war das Thema des Vortrags von Dr. Manuela Schulz (Amnesty International) und Axel Götz (GFS Data Solutions GmbH). Hier ging es nicht nur darum, mit dem Spender im Dialog zu bleiben, sondern auch darum, seine Sicht der Dinge zu erfragen.
Die Diskussionen und Fragerunden nach den einzelnen Vorträgen waren äußerst lebhaft. Entsprechend dankbar wurde die neu geschaffene Möglichkeit angenommen, nach den Vorträgen mit den Referenten noch in einer Table Session ins Gespräch zu kommen.
Gesponsert wurde das 14. Bad Honnefer Fundraising Forum von der Bank für Sozialwirtschaft und der GFS Fundraising & Marketing GmbH.












