(openPR) Das Standard 22 Kreiselkompasssystem von Raytheon Anschütz verfügt jetzt über zusätzliche Funktionen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören eine unabhängige Magnetkompass-Fernübertragung und eine unabhängige Fahrtfehlerkorrektur bei Doppel- und Dreifachkompassanlagen. Durch erhöhte Ausfallsicherheit und zusätzliche Flexibilität wird der Mehrwert des meistverkauften Kreiselkompass der Welt weiter erhöht.
Seit seiner Markteinführung hat Raytheon Anschütz mehr als 7.700 Kompasse vom Typ Standard 22 verkauft. Durch die Markteinführung der neuen Funktionen wird das Unternehmen seine Position als Marktführer für Kreiselkompasse weiter stärken. Olav Denker, Produktmanager für Kreiselkompasse bei Raytheon Anschütz, erklärt: „Durch die neuen Funktionen stellen wir sicher, dass sich der Standard 22 perfekt in neue Systeme integrieren lässt und bereits heute für zukünftig zu erwartende Anforderungen gerüstet ist. Die neuen Funktionen erhöhen die Sicherheit des gesamten Kompasssystems und der nach geschalteten Systeme deutlich.“ Hinsichtlich der Anforderungen des Umweltschutzes ist hervorzuheben, dass Anschütz Kreiselkompasse bereits seit über 100 Jahren ohne Quecksilber auskommen.
Raytheon Anschütz liefert seinen Standard 22 zukünftig mit einem neu entwickelten Datenverteiler aus, der um einen Pfad für die unabhängige Magnetkompass-Fernübertragung (Transmitting Magnetic Compass, TMC) erweitert ist. Ein Fehler innerhalb des Datenverteilers oder auch im Kompasssystem hat daher keinen Einfluss auf die Verarbeitung des Magnetkompasskurses. Dadurch wird ermöglicht, dass die Kompassanzeige auf der Brücke automatisch auf den Magnetkompasskurs wechselt, falls das Signal des Kreiselkompasses ausfallen sollte. Wenn ein Kompasssystem über diese Funktion verfügt, verzichten viele Klassifikationsgesellschaften bzw. Flaggenstaaten auf die optische Umlenkung des Magnetkompasses. Olav Denker zufolge erhöht die unabhängige Magnetkompass-Fernübertragung daher nicht nur die Sicherheit des Navigationssystems, sondern bietet auch wirtschaftliche Vorteile. „Durch die neue Funktion entfällt die Notwendigkeit einer separaten Magnetkompass-Fernübertragung und die Werft erspart sich den Einbau der optischen Umlenkung des Magnetkompasses. Ein wirtschaftlicher Nutzen sowohl für den Eigner als auch für die Werft.“
Zusätzlich zu der bewährten manuellen oder automatischen Korrektur von Geschwindigkeitsfehlern bietet der neue Standard 22 auch eine unabhängige Fahrtfehlerkorrektur. In einer Doppel- oder Dreifach-Kompassanlage ist es dann möglich, die Geschwindigkeit und die geographische Breite jeweils direkt in einen Kreiselkompass einzuspeisen. Dies bedeutet, dass zeitgleich Geschwindigkeit und Breitengrad von mehreren Geschwindigkeitslogs oder Positionsempfängern zur Fehlerkorrektur genutzt werden können. Der Vorteil dabei ist, dass im Falle einer fehlerhaften Übertragung nur die Korrekturfunktion eines Kreiselkompasses betroffen ist. Nachfolgende Systeme wie beispielsweise ein Dynamisches Positionierungssystem sind daher in der Lage, einen abweichenden Kompasskurs zu erkennen, der auf fehlerhafte Geschwindigkeits- oder Positionsdaten zurück zu führen ist. Die redundante Verarbeitung von Geschwindigkeits- und Positionsdaten stellt somit einen wichtigen Bestandteil optimaler Ausfallsicherheit und Fehlerüberwachung dar.
Der Standard 22 ist in verschiedenen Systemkonfigurationen erhältlich, von der Doppel- oder Dreifach-Kompassanlage mit der Möglichkeit zur Integration weiterer Sensoren bis hin zu effizienten Retrofit-Lösungen. Alle Anschütz Standard 22 Kreiselkompasse verfügen über eine patentierte Datenübertragung, die durch den vollständigen Verzicht auf Schleifringe maximale Betriebssicherheit ermöglicht. Der Standard 22 ist für den Einsatz auf Hochgeschwindigkeitsschiffen zugelassen.










