(openPR) Zons/Düsseldorf, Oktober 2009. Mit seiner aktuellen Ausstellung ‘GOYA - DALÍ - HINTZ: Wandlungen’ - im Kreismuseum Zons - begibt sich der im Rhein-Kreis Neuss lebende und arbeitende Künstler Matthias Hintz
erneut in die Auseinandersetzung mit seinem Thema ‘Der Mensch in den Dingen’. Seinen auf Goyas und Dalís Caprichos Bezug nehmenden Paraphrasen hat man es zu verdanken, dass erstmalig in dieser Form eine Auswahl von Originalen der Caprichos der spanischen Großmeister im Rheinland zu sehen sind. Denn das Kreismuseum Zons hat die Paraphrasen von Hintz im gleichen Format synoptisch in eine Reihe mit den von ihm verehrten bahnbrechenden Malern Goya und Dalí gestellt.
Brückenschlag in die Gegenwart
Der Betrachter hat so die seltene Möglichkeit, den zugleich respektvollen und eigenwilligen Brückenschlag zwischen den Epochen jeweils am lebendigen Original bis in die Gegenwart zu betrachten. Damit traf Matthias Hintz das öffentliche Interesse im Jahr der Grafik auf den Punkt.
Dass jedoch weit über 500 Besucherinnen und Besucher der Einladung folgten und am 30. Oktober um 20 Uhr zur Vernissage kamen, um die Werke von Goya, Dalí und Hintz im Original zu sehen, damit hatten die Veranstalter nicht gerechnet.
Kurzerhand musste eigens ein Shuttle-Dienst für die vielen interessierten Gäste eingerichtet werden, die am Abend in die Ausstellung ins Kreismuseum in der mittelalterlichen Feste Zons bei Düsseldorf drängten.
Bedeutung der Ausstellung
Dass auch hochrangige Persönlichkeiten gekommen waren wie Hermann Gröhe, Schirmherr der Ausstellung, parlamentarischer Staatsminster bei der Bundeskanzlerin a. D. und nun Generalsekretär der CDU, und auch der spanische Generalkonsul Manuel Viturro de la Torre, zeigte, welche Bedeutung dieser Ausstellung beigemessen wurde.
Der Zonser Ausstellung liegen die „Caprichos“ von Francisco de Goya (1746 – 1828) zugrunde. Ihre Themen sind Armut, Reichtum, Trunkenheit, Verführung, in denen der Hofmaler Goya die Doppelmoral von Klerus und
Adel mutig aufgriff.
Salvador Dali wagte sich 1977 daran, die „Caprichos“ neu zu interpretieren und bewegte sich formal eng in dem von Goya vorgegebenen Rahmen. Dennoch gelangen ihm geniale Zuspitzungen und Pointierungen.
Matthias Hintz hingegen griff Goyas und Dalis Arbeiten paraphrasierend auf. Seine Darstellungen assoziativer Gefühlswelten stellen nicht die zeitlosen Wahrheiten seiner Vorgänger in Frage, wohl aber die sich von Zeit zu Zeit ändernden Fragen an sie.
Die reizvolle und spannungsreiche Gegenüberstellung ausgewählter Arbeiten von Goya (1799) – Dali (1977) – Hintz (2006) zeigt beispielhaft künstlerische und kunsthistorische Wandlungen vom Beginn der Neuzeit bis
heute.
Originale vom Bamberger Kunstkontor R. H. Mayer
Die intensive Begegnung des Künstlers mit den Originalen von Goya und Dalí im Hause des renommierten Kunstkontors Richard H. Mayer in Bamberg war überhaupt erst möglich, weil beide eine enge Zusammenarbeit verbindet, aufgrund derer die Exponate zur Verfügung gestellt wurden. Die Ausstellung wird einerseits wegen ihres regionalen Bezuges von der Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss gefördert, da der Künstler Matthias Hintz im Rhein-Kreis Neuss arbeitet und lebt. Wegen ihrer überregionalen Bedeutung erfährt die Ausstellung aber auch zusätzliche Förderung von der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland.
Autor: Ulrich Rudat










