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Schweinegrippe: Vorsicht beim Kuscheln mit Tieren

09.11.2009 • 08:34 Uhr • Freizeit, Buntes, Vermischtes

(openPR) Vorsichtsmaßnahmen zum Umgang mit Haustieren – Erstmals Hauskatze an H1N1 erkrankt – Informationen für Haustierhalter


Kamp Lintfort – Auch für Haustierhalter gilt in Zeiten der Schweinegrippe: Hygiene ist das oberste Gebot beim Umgang mit den geliebten Hausgenossen. Der überregional tätige Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. (BDT) mit Sitz in Kamp-Lintfort betonte nach der ersten Infizierung einer Hauskatze, dass kein Grund zur Panik besteht. Jedoch sollten Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Tiere eingehalten werden.



Nach Angaben des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit handelt es sich bei der in den USA erkrankten Katze wahrscheinlich um einen Einzelfall. Alle bisherigen Voruntersuchungen hätten keine Hinweise auf eine Übertragung vom Menschen auf ein Haustier nachgewiesen. Beim Auftreten eines Erkrankungsfalles im Familien– oder Freundeskreis sollten jedoch auch beim Umgang mit Haustieren einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Der Tierschutzverein startet in der kommenden Woche einer Informationskampagne, um die Vorsichtsmaßnahmen bekannt zu machen. Auch im Internet unter www.Bund-Deutscher-Tierfreunde.de können Informationen abgerufen werden. Die Zahl der Anrufe von besorgten Tierhaltern hatte in den vergangenen Tagen stark zugenommen.

Da das Virus in erster Linie über Tröpfcheninfektion verbreitet wird (also beim Sprechen, Husten, Niesen) ist der beste Schutz Hygiene und Abstand. Erkrankte Tierhalter sollten also auf das Kuscheln mit ihrem Hausgenossen verzichten. Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) regelmäßiges Händewaschen. Dies gilt nach Angaben des Tierschutzvereins besonders beim Umgang mit Hunden und Katzen, die gerne die Hände ihrer Herrchen oder Frauchen lecken. Selbstverständlich sollte wie beim Umgang mit Menschen Anhusten oder Anniesen unbedingt vermieden werden. Erkrankte Hundehalter sollten speziell klären, ob sie während der Quarantäne mit ihrem Vierbeiner Gassi gehen können. Ansonsten sollten Familienmitglieder oder Freunde vorübergehend den „Hundedienst“ übernehmen. Sollten bei einem Haustier Grippe-ähnliche Symptome auftreten, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, betonten die Tierschützer. Bei Grippe-ähnlichen Symptomen können Speichelproben des betroffenen Tieres auch an das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit in Greifswald geschickt werden. Impfungen gibt es bisher nicht.
Die Vereinigung amerikanischer Veterinärmediziner American Veterinary Medical Association hatte der Erkrankung einer 13 Jahre alten Katze am H1N1-Virus bestätigt. Das Tier soll „Grippe-ähnliche“ Symptome zeigen. In dem Haushalt waren zuvor zwei von drei Familienmitgliedern an Grippe erkrankt. Ein vorläufiger Test hatte das Virus nachgewiesen. Die Katze sei aber auf dem Weg der Besserung. Das Bundesforschungsinstitut erklärte auf Nachfrage, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass das Tier Vorerkrankungen gehabt hätte. Bei Hunden ist bisher kein Erkrankungsfall aufgetreten, Vögel dagegen gelten als gefährdet. Zu Panik besteht trotz des ersten Falles kein Anlass.
Der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. unterhält zwei eigene Tierheime und unterstützt rund 40 Tierschutzvereine in ganz Deutschland. Zur Unterstützung der Kampagne werden an den BDT-Informationsständen kostenlos Handzettel zum Umgang mit Haustieren im Falle einer Erkrankung verteilt.

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