(openPR) Der Oktober begann an den Märkten freundlich und in positiver Antizipation der 3. Earnings Season des Jahres 2009. Die Unternehmensdaten der letzten beiden Earnings Seasons bewegten die Märkte stark und nachhaltig nach oben.
Zu den positiven Erwartungen an die Unternehmen kam hinzu, dass sich nun erstmals seit längerem auch die Wirtschaft wieder zu erholen scheint, was sich zuletzt durch bessere Wirtschaftsdaten äußerte.
Das einzig wirklich negative war, dass sich die Märkte nach dem vorangegangenen starken Anstieg in einem signifikant überkauften Zustand befanden.
Am 07. Oktober begann die Earnings Season für das 3. Quartal, wie üblich mit Daten von Alcoa, Inc. Diese lagen gleich über den Erwartungen und in der darauf folgenden Woche lag das Augenmerk auf Unternehmensdaten aus dem Finanzsektor. Es berichteten JP Morgan, Citigroup, Goldman Sachs sowie die Bank of America.
Während die Zahlen von JP Morgan und Goldman Sachs besser als erwartet waren, enttäuschten die Bank of America (BAC) und Citigroup (C). Hintergrund ist, dass sowohl JP Morgan als auch der Branchenprimus Goldman Sachs starke Investment Banking Abteilungen besitzen und von der Bewegung der Märkte gut profitieren konnten, während Bank of America und Citigroup mehr Exposition im Bereich des schwächelnden Privatkundengeschäfts (Stichwort: hohe Arbeitslosigkeit) haben. Ebenfalls positive Unternehmensdaten kamen von Apple, Google, Amazon und weiteren Schwergewichten aus dem Technologiesektor. Bis zur Monatsmitte konnte der S&P 500 Index, wenn auch mit abnehmender Dynamik nach oben, von den guten Daten noch profitieren.
In den letzten beiden Oktoberwochen blieben dann jedoch die Käufer aus und die amerikanischen wie auch die deutschen Indizes konnten trotz anhaltend guter Daten nicht mehr davon profitieren und die Korrektur begann.
Zum Zeitpunkt dieses Rückblicks haben laut einer Helaba Berechnung über 80% der Unternehmensdaten die Analystenschätzungen deutlich übertroffen.
Die Berichtssaison verlief überraschend positiv, allem Anschein nach ist es den meisten Unternehmen gelungen Kosten zu reduzieren. „Corporate America“ hat bewiesen, dass es auch in einer tiefen Krise möglich ist, sich schnell, effizient und flexibel an die neuen Gegebenheiten anzupassen - teilweise jedoch durch eine Verschlankung auf der Personalseite.
In einem Interview mit Bloomberg sagte der renommierte Professor Nouriel Roubini von der New York University: „Markets have gone up too much, too soon, too fast“, eine Meinung die wir teilen und auch als mitverantwortlich für die aktuelle Korrektur sehen.
Im Vergleich zu der Earnings Season für das 1. und 2. Quartal 2009 gab es in der 3. Earnings Season - trotz erstmals wieder positiver Wirtschaftsdaten - und guter Earnings keine Aufwärtsbewegung des Marktes - im Gegenteil, der Markt korrigiert.
Aktuelle Analysen und Einschätzungen unter:
http://lrt-finanzresearch.de/Analysearchiv/tabid/284/Default.aspx








