(openPR) (Freienbach, 2.November 2009) In der vergangenen Woche fand das siebte IT-Strategie-Forum am Zürichsee statt. Über 90 Top-Manager international führender Grossunternehmen aus Business und IT erarbeiten die Grundgedanken einer Nach-krisenagenda für die IT. Dabei stand der Business-Nutzen der IT im Zentrum der Dis-kussionen und Vorträge.
Das von Boydak Management Consulting mittlerweile zum siebten Mal organisierte IT-Strategie-Forum am Zürichsee führte auch in diesem Jahr hochrangige Business- und IT-Manager namhafter Grossunternehmen wie Axa, Merck, BMW, Novartis, Linde, Swisscom, Baloise, Credit Suisse, Schweizerische Post, Kühne & Nagel, RBS, Swiss Re und Morgan Stanley zusammen.
Mehrheitlich waren sich die Manager einig, dass der IT eine sehr wichtige Rolle für die Be-wältigung der voraussichtlich noch eine ganz Weile andauernden Krise zukommt.
Dr. Thomas Buberl, CEO der Zurich Schweiz, betonte zwei Rollen für die IT in der Krise: „Die IT muss einerseits Kosten senken, sich aber gleichzeitig als Enabler für die Business-Transformation bewähren“. Dabei solle die IT „das Business durchaus öfter herausfordern“ erklärte er weiter.
Eine effektive Möglichkeit, beides zu erreichen, skizzierte Selçuk Boydak, Gastgeber und Initiator des IT-Strategie-Forums: „Die IT muss sich durchgängig an den Zielen und Prioritäten des Top-Managements ausrichten.“ Auf den Business-Nutzen ausgerichtete Kennzahlen könnten helfen, diese Ausrichtung zu erreichen. So könne beispielsweise der strategische Wertschöpfungsgrad der IT als Prozentanteil der direkt zum Unternehmenserfolg beitragen-den IT-Aktivitäten gemessen und ausgewiesen werden. Laut eine aktuellen Untersuchung schwankt dieser Anteil je nach Unternehmen zwischen unter 20 Prozent (Value Followers) und über 60 Prozent (Value Leaders). „Diese Art der Betrachtung ist hochrelevant für das Top-Management und erleichtert deren Verständnis für die IT. Zudem ermöglicht sie eine systematische Forcierung des Business-Nutzens der IT bei gleichzeitiger Senkung der Kos-ten“, erklärte Boydak. Dies unterstrichen auch Franz Zeder, Mitglied der Geschäftsleitung des Schweizer Krankenversicherers Sanitas und Andreas Beeres, CIO von Seat Deutschland mit konkreten Beispielen aus der Praxis. Sie zeigten, wie sich Unternehmens- und IT-Strategie miteinander verzahnen lassen, die IT so mehr Business-Nutzen liefern kann, und sich Sparschäden im Business durch ungeplante und nicht nachhaltige Kosteneinsparungen in der IT vermeiden lassen.
Teilnehmer und Referenten des IT-Strategie-Forums forderten unisono einen anderen Um-gang zwischen IT und Business-Seite. Einerseits müsse die IT noch sehr viel stärker auf das Business zugehen. Gleichzeitig müssten auch Linien- und Topmanagement ihr Scherflein beitragen: „Das Business muss mehr Verständnis für die IT-Belange entwickeln“, betonte etwa Dr. Patrik Gisel, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung der Raiffeisen Schweiz. Nicht nur zwischen IT und Business-Seite treten häufig Verständnisprobleme auf, sondern auch zwischen „IT und IT“ bemerkte Dr. Andreas Huber von der Österreichischen Erste Group Bank. In seiner Funktion als Head of Operations Group Corporate and Invest-ment Banking konstatiert er, dass mitunter auch zwischen verschiedenen IT-Abteilungen gegenseitiges Unverständnis herrsche. „Diese Silo-Denken ist nicht mehr angemessen“, sagte er. Um vom „Erfüllungsgehilfen“ zum „Enabler“ zu werden „braucht die IT echte entrepreneurial Leaders, die unternehmerisch denken und den Mut haben, Risiken einzu-gehen“.
Weitere Informationen unter www.it-strategie-forum.ch









