(openPR) Die Produzenten von "Kabale & Liebe unplugged" haben ihre Anmeldung bei der Berlinale 2010 zurückgenommen. "Das Festival paßt nicht zu unserem Film. Außerdem würde uns die Teilnahme bis zur Berlinale in der Auswertung des Films lähmen. Und wir wollen noch im Schillerjahr unseren Film ans Publikum bringen!", so die Vertreter der Produktion A. S. Theater & Film Ltd.
Damit ist die große Filmpremiere mit allen Mitwirkenden (unter anderem Felix Isenbügel, bekannt und beliebt als "Carsten Reimann" aus GZSZ", Natascha Jeutter, Grit Stephan, Ariane Seeger, Thomas Wingrich, Thomas Linke, Jens Wesemann, Peter "Faxe" Uhlig u. v. a.) am 10.11.2009 um 20:00 Uhr im CinemaxX Potsdamer Platz Berlin wieder öffentlich und für alle zugänglich.
Zum Inhalt:
Die Gegenwart.
Die Finanzkrise kriecht überall aus den Löchern. Die einen zerbrechen an ihr, die anderen dienen unbelehrbar weiter der Gier. Die einen versuchen, ihr Leben zu leben, die anderen langweilen sich zu Tode. Die einen leben von wenig, die anderen von mehr und mehr und mehr. Die einen setzten auf Menschlichkeit, die anderen zerstören sie. Die einen kämpfen, die anderen lassen kämpfen. Die einen riskieren, die anderen kennen das Wort "Risiko" überhaupt nicht. Die einen scheitern, die anderen sehen beim Scheitern zu. Die einen arbeiten an ihrer Bestimmung, die anderen bestimmen alles. Die einen entwickeln sich, die anderen würden niemals abtreten.
Zurück bleiben eine Tote, ein Selbstdarsteller, eine Bestie, ein Handlanger, eine Verrückte, ein Träumer, ein Opportunist, eine Mentaltote, noch eine Opportunistin, ein Henker, ein Famulus, noch ein Toter und ein/e Kassandra.
"Kabale & Liebe unplugged" wurde auf HDV im "Dogma"-Style gedreht. Regisseur Markus Hahn verzichtet zum Beispiel weitestgehend auf künstliche Beleuchtung und gibt den Schauspieler/innen viel Raum für die schwierige und herausfordernde Interpretation des zwar gekürzten, aber in jedem Wort originalen Schillertextes (auch wenn dieser in einer Szene zum Teil auf chinesisch gesprochen wird). Interessante Drehorte wie der Grünstreifen einer Hauptverkehrsstraße, eine Stretchlimousine oder der Friseursalon von Udo Walz steuern ihr Übriges zur spannenden Interpretation des nach wie vor beliebten und aktuellen Stoffes bei.
Das Publikum erwartet ein Film, der keine Hausmannskost ist. Probevorführungen von bereits fertigem Material zeigten: wer den Film lediglich schaut in der Hoffnung, sich zurücklehnen und die schöne Sprache des ehrenwerten Schillers genießen zu können, wird erschüttert. Die unaufgesetzte Auslegung durch die Schauspieler und den Regisseur elektrisiert das Publikum und führt eine immerwährende Kernproblematik der Menschheit (Neid, Egoismus, Narzißmus) auf eine fesselnde und kompromißlose Ebene. Die zur Beobachtung freigegebene Entwicklung der Figuren räumt mit gängigen Klischees der "alten Schillerwelt" auf und verteilt die Schuldhaftigkeit neu. Luise wird zerstört, weil sie selbstbewußt ist und ihren, von der kranken Gesellschaft verurteilten Weg unbeirrbar vorangeht.
Anmeldung unter
Weitere Informationen: www.as-theaterundfilm.de
Trailer auf www.as-theaterundfilm.de, youtube.de, sevenload.de, u. a.













