(openPR) Die TU Berlin Servicegesellschaft (TUBS) hat ihr Weiterbildungsprogramm um ein spezielles Coaching-Angebot für Wissenschaftler erweitert. Zwei erfahrene Trainerinnen unterstützen die akademischen Klienten bei der Planung ihrer persönlichen Karrierestrategie. Auch Teams können von dem Angebot profitieren – sei es beim Projektstart oder in kritischen Phasen, in denen Motivationsprobleme oder Konflikte auftreten.
Wissenschaftler sind über ihr Fachgebiet hinaus meist stark gefordert: Sie müssen Drittmittel einwerben, Gremien koordinieren, Projekte leiten, mit der Öffentlichkeit kommunizieren und Mitarbeiter führen (Wissenschaftsmarketing und Wissenschaftsmanagement). Neben dem Fachwissen spielen dabei „Soft Skills“ wie Kommunikations- und Führungsfähigkeiten eine immens wichtige Rolle. Daneben kann auch die Karriereplanung für Wissenschaftler schwierige Fragen aufwerfen: Will ich in eine Führungsposition? Lohnt sich eine Habilitation? Soll ich an der Hochschule bleiben oder in die Industrie wechseln?
In solchen Fällen kann Coaching wertvolle Impulse zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung geben: Die Beratung ist auf jeden Einzelnen individuell zugeschnitten und streng vertraulich. Coaching setzt grundsätzlich auf Lösungen, und Erfolge stellen sich meist nach nur wenigen Sitzungen ein. Dies gilt auch für Projektteams: Sie können durch Coaching vorangebracht werden, egal ob es sich um Konfliktlösung, neue Aufgabenverteilung oder das Überwinden eines Motivationstiefs handelt.
„Wir haben in unserem Masterstudiengang Wissenschaftsmarketing einen Block zum Thema Coaching eingebaut, der bei den Teilnehmern extrem gut angekommen ist und von einigen Teilnehmern für den eigenen Karriereweg gezielt nachverfolgt wird“, so Projektleiterin Michaela Kirchner von der TUBS. „Darum haben wir beschlossen, diese Beratungsleistung für Wissenschaftler auch im Rahmen unseres Weiterbildungsprogrammes anzubieten – und zwar auch individuell buchbar.“
Als Coaches für dieses neue Format konnte die TUBS Jutta Wepler und Betty Boden gewinnen, die seit vielen Jahren im wissenschaftlichen Umfeld arbeiten.
Jutta Wepler bringt umfangreiche Erfahrung aus dem Training und Coaching von Wissenschaftlern mit. Sie moderiert Strategie-Workshops, begleitet Forscherteams in Konfliktphasen und berät Wissenschaftler bei ihrer beruflichen Weichenstellung. „Ich arbeite stärken- und zielorientiert. Mein Coaching verstehe ich als Geburtshilfe für neue Optionen im Denken und Verhalten meiner Klienten“, so Wepler.
Betty Boden ist seit vielen Jahren als Trainerin und Coach tätig, zudem hat sie als Koautorin zwei Bücher zum Thema Lernen und Lehren verfasst („Von Kopf bis Fuß auf Lernen eingestellt“ und „Munterrichtsmethoden“). Ihr Motto: „Persönliche Veränderung braucht Freiheit im Kopf, Leidenschaft im Herzen und Kraft im Körper.“
Zielsetzung und Rahmenbedingungen eines Coachings – Räume, zeitlicher und finanzieller Rahmen – werden vorher von Coach und Klient gemeinsam festgelegt.
Erfolgreiches Karrierecoaching: Beispiele aus einem Interview mit Jutta Wepler
„Ich habe einmal einen Biochemiker beraten, der promovierte, gleichzeitig einen MBA machte und in die Industrie wollte. Er hatte allerdings noch keinerlei Vorstellungen davon, wie sein Job aussehen sollte. Vom Forschen hatte er genug. Ich habe im Coaching festgestellt, dass er ausgesprochen großen Spaß an Beratung hatte und ihm vorgeschlagen, sich bei einer Firma für Krankenhaus-Consulting zu bewerben. Das hat er erfolgreich getan: Inzwischen hat er seine zweite Stelle angetreten – bei einem größeren Beratungsunternehmen, das noch renommierter ist.“
„Ein anderer Klient war ein Architekt, der gerne Professor werden wollte, aber noch keine Habilitation hatte. Er hat sich dann auf eine Vertretungsprofessur beworben. Ich habe ihm empfohlen, dabei durchaus etwas persönliches Profil zu Erkennen zu geben. Dabei kam zutage, dass er leidenschaftlicher Tangotänzer war. Er hatte bereits eine Tanzbar gestaltet und dabei mit seinen Studenten auf eine ziemlich originelle Art und Weise die Raumaufteilung ermittelt: Er ließ sie zuerst tanzen, um klar zu sehen, wo etwas hingehörte und wo eine freie Fläche sein musste. Dieses Beispiel brachte er bei seiner Vorstellung an, traf damit genau den richtigen Punkt und bekam die Stelle. Er arbeitet dort inzwischen seit drei Jahren.“
„Eine meiner ersten Klientinnen war eine junge Frau, die nach ihrem Studium mehrere Jahre als Studiengangleiterin gearbeitet hatte. Das hat sie nur teilweise zufrieden gestellt. Sie wollte etwas Eigenes auf die Beine stellen und stärker in den journalistischen Bereich gehen. Ich habe sie dabei unterstützt, ihre Ideen in Richtung Selbstständigkeit vom Kopf auf die Füße zu stellen. Sie ist heute erfolgreich mit einer eigenen Agentur für Online-Kommunikation und macht außerdem noch Features für den Bayerischen Rundfunk.“









