(openPR) Preisträger sind Grameen-Danone, Friedrich Kiesinger und Nurjahan Begum – Preisverleihung im Rahmen des Vision Summit 2009
Berlin, 30. Oktober 2009. – In Berlin gab das Genisis Institut die diesjährigen Preisträger des Vision Award bekannt. Preisträger sind das Grameen-Danone-Team, der Berliner Sozialunternehmer Friedrich Kiesinger und Nurjahan Begum aus Bangladesch. Die Preisübergabe findet am 8. November als Abschluss des Vision Summit in der Freien Universität Berlin statt. Der Vision Award wird seit 2007 an Visionäre einer globalverantwortlichen Zukunftsgestaltung verliehen, die ihre Visionen als Pioniere bereits erfolgreich zur Umsetzung brachten. Alle Preisträger des Jahres 2009 sind Pioniere des „Social Business“, einem Konzept, bei dem brennende gesellschaftliche Probleme durch eine neue Art von unternehmerischem Handeln gelöst werden.
Das Konzept des Social Business geht auf den Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus zurück, der gemeinsam mit Götz W. Werner, Franz Josef Radermacher und anderen zu den ersten Preisträgern des Vision Award gehörte. Die Vorlage für Social Business lieferte Yunus mit seiner Grameen Bank, die Kleinkredite ausschließlich an Ärmste vergibt und damit ein Muster lieferte, wie ausgerechnet ein Unternehmen und sogar eine Bank Millionen Menschen den Weg aus der Armutsfalle bereiten kann.
Das erste Social Business Gemeinschaftsunternehmen von Grameen mit einem westlichen Unternehmen fand mit Danone statt. Beide produzierten gemeinsam einen Joghurt, in dem alle Nahrungsbestandteile enthalten sind, die sonst in der Ernährung der Ärmsten fehlten. Diese Kooperation machte das Social Business Konzept weltberühmt, so dass heute sehr viele globale Unternehmen die Zusammenarbeit mit Grameen und ähnlichen Sozialunternehmen suchen. Den Vision Award für diese Leistung nehmen Ramin Khabirpour, der CEO von Danone für Mittel- und Osteuropa, und Imamus Sultan von Grameen gemeinsam entgegen. Laudator ist Hans Reitz vom Grameen Creative Lab.
Friedrich Kiesinger, ein Neffe des früheren Bundeskanzlers, wandte mit seinem Sozialunternehmen Pegasus den Social-Business-Gedanken auf deutsche Verhältnisse an. Er schuf in Berlin ohne jegliche staatliche Hilfe mehr als 100 Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen Handicaps. Sein Laudator ist der Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf.
Die dritte Preisträgerin, Nurjahan Begum, ist Frau der ersten Stunde bei der Grameen Bank und repräsentiert damit die herausragende Bedeutung von Frauen in der weltweiten Kleinkreditbewegung: Frauen erwiesen sich als die zuverlässigeren Kreditnehmer. Dies würdigt Margret Kennedy, Pionierin für das Thema Regionalwährungen.
Die Preisverleihung am 8. November, dem Vorabend des 20. Jahrestags des Berliner Mauerfalls, hat Symbolcharakter, denn der diesjährige Vision Summit steht unter dem Motto „Another Wall to Fall“. Mehr als 1.000 Sozialunternehmer sowie Führungskräfte aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben sich dazu bereits angesagt.





