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Das Schreckgespenst 'Produkt-Rückruf' steht vor der Tür der Lebensmittel-Industrie

(openPR) Münster, 30. Oktober 2009. Bereits ab 2010 könnten Lebensmitteln, insbesondere den Nahrungsergänzungsmitteln, mehrfache Verkaufsstopps aufgrund plötzlich unzulässiger Werbeaussagen bevorstehen. Das befürchtet Andrea Stemmer vom Beratungsunternehmen Diapharm (www.diapharm.de). Hintergrund ist die jetzt absehbare, schrittweise Veröffentlichung von Teillisten der künftig zulässigen 'gesundheitsbezogenen Angaben über Lebensmittel', den so genannten Health Claims, durch die EU-Kommission. "Nach jeder Veröffentlichung dürfen Verpackungen und Werbemittel, deren Aussagen den EU-Vorgaben dann zuwiderlaufen, voraussichtlich nur noch sechs Monate lang abverkauft werden", erläutert Andrea Stemmer. Für Nahrungsergänzungsmittel mit einer typischen Mindesthaltbarkeit von 36 Monaten wäre dieser Zeitraum deutlich zu kurz. Schlimmer noch: "Weil die erste Teilliste der EU-Kommission nur einen Bruchteil der beantragten Health Claims erfassen wird, kann es sein, dass Produkte mit mehreren Nährstoffen im Abstand von nur wenigen Monaten mehrfach ihre Werbeaussagen ändern und die Produkte mit den jeweils unzulässigen Werbeaussagen zurückgerufen werden müssen – ohne Planungssicherheit, welche Aussage mit der nächsten Teilliste noch zulässig sein wird und welche nicht."



Die EU-Kommission hat mit der Health-Claims-Verordnung 1924/2006 den Auftrag erhalten, bis zum 31. Januar 2010 eine Gemeinschaftliste erlaubter, wissenschaftlich geprüfter Werbeaussagen wie 'Kalzium ist gut für die Knochen' zu verabschieden. Die wissenschaftliche Bewertung der Claims übernimmt die europäische Lebensmittelbehörde EFSA. Insgesamt liegen der Behörde 4.185 Vorschläge nach Artikel 13(1) der Health-Claims-Verordnung vor. Im Oktober hat die EFSA zunächst jedoch nur wissenschaftliche Bewertungen der ersten 523 Vorschläge veröffentlicht. Bei mehr als der Hälfte der Claims reicht die Datenlage laut EFSA nicht aus, um eine positive Wirkung auf die Gesundheit zu behaupten.

Die negativen Stellungnahmen der EFSA dürften jedoch schon jetzt für Verunsicherung bei Nahrungsmittelherstellern sorgen. Da die EFSA-Bewertungen von einem Gremium führender europäischer Experten stammen, könnten sie auch in juristischen Auseinandersetzungen eingesetzt werden, erläutert Andrea Stemmer: "Von der EFSA negativ bewertete Werbeaussagen dürften schon jetzt juristisch angreifbar sein." Diapharm berät Unternehmen der Gesundheitsindustrie in allen Fragen rund um Regulatory Affairs, Nutrition Science, Medizin & klinische Entwicklung, Qualität und Business Development.

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