(openPR) HOPE
Handbuch zu Dokumentation und Qualitätsmanagement in der Hospiz- und Palliativversorgung
Im Jahre 1996 wurde die Entwicklung eines standardisierten Dokumentationssystems für die Palliativversorgung ins Leben gerufen, HOPE. Seit 1999 wird die HOspiz- und Palliativ-Erhebung durchgeführt. D.h. es werden personen-, krankheits- und therapiebezogene Daten zu verschiedenen Zeitpunkten des Krankheitsverlaufs in den unterschiedlichsten palliativen Einrichtungen erfasst und ausgewertet.
Vorgehen: Die jährliche Erhebung läuft in drei großen Schritten ab; sie beginnt mit dem Planungstreffen der Teilnehmenden, es folgt die Dokumentationsphase in den Einrichtungen und endet mit einer nach Art der Einrichtung genauen Auswertung der Daten. In 10 Jahren wurden die Erhebungsbögen nicht nur einer kontinuierlichen Anpassung an die Praxis unterzogen, sie erfuhren auch permanent sinnvolle Erweiterungen. Vergleichsdaten von mehr als 17.000 Patienten wurden in diesem Zeitraum erhoben.
Beteiligte: Im ersten Jahr der Erhebung nahmen 33 Palliativstationen mit 757 Patienten teil. Bis 2008 die Zahl der beteiligten Institutionen auf 51 Palliativstationen, 3 onkologische Stationen, 9 stationäre Hospize, 7 ambulante Ärzte, 6 ambulante Pflegedienste, 5 Konsiliardienste, 8 ambulante Teams an. Die Zahl der erhobenen Patientendokumentationen erreichte 2148. Mit Einführung der SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativ Versorgung)
wurde HOPE auch hier den neuen Gegebenheiten angeglichen, HOPE kann von allen Teilnehmern an SAPV sinnvoll zur Dokumentation und Qualitätssicherung genutzt werden.
Einordnung: 10 Jahre HOPE haben gezeigt, dass die Palliativversorgung eigene Instrumente wie z.B. die Symptomkontrolle braucht, um die besonderen Aufgaben im medizinischen, psychischen, pflegerischen, sozialen und kommunikativen Bereich im Sinne der Patienten und deren Angehörigen zu leisten.
Nicht zu unterschätzen ist der weitergehende, wissenschaftliche Wert des HOPE Projektes. HOPE liefert statistische Daten aus einer repräsentativen Stichprobe, die für andere Studien und als Vergleichsmaterial herangezogen werden kann. HOPE ist die erste repräsentative Studie zur medikamentösen Behandlung auf Palliativstationen in Europa. HOPE wird heute zur bundesweiten Qualitätssicherung in der stationären und ambulanten Palliativversorgung genutzt.
Das Buch: Diese einmalige Dokumentation enthält neben der grundlegenden Projektbeschreibung und den zugehörigen Fragebögen zahlreiche Übersichtsarbeiten zu den einzelnen, jährlich gemessenen Ergebnissen. Zudem findet der Leser 24 farbige Poster; sie dokumentieren die Arbeit und bereiten die Erkenntnisse der langjährigen Erhebung grafisch/textlich auf. Eingefügt ist der Basisbogen und weitere sieben Bögen, alle 16 Module und 3 Forschungsmodule komplettieren den Erhebungsumfang.
Die Dokumentation ist für jeden an HOPE Beteiligten und alle an medizinischer Qualitätssicherung interessierten Leser zu empfehlen.
HOPE
Handbuch zu Dokumentation und
Qualitätsmanagement in der Hospiz-
und Palliativversorgung
Radbruch/Nauck/Ostgathe/Lindena
200 Seiten, kart.
Wuppertal 2009
ISBN 978-3-941251-33-5
Preis: € 19,90 (D), € 20,50 (A)











