(openPR) Laut Savills, einem der führenden, weltweit tätigen Immobiliendienstleistungs-Unternehmen, hat sich die Investitionstätigkeit in Brüssel im 3. Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal vervierfacht. Ausländische Investoren, insbesondere deutsche Fonds, sind auf den Markt zurückgekehrt, allerdings entfiel die Mehrheit der Transaktionen nach wie vor auf inländische Investoren.
Inklusive des Verkaufs der Ernst&Young-Firmenzentrale von Segro an Real I.S. für rund 35 Millionen € und des Kaufs von Estuary Properties N.V., dem Eigentümer des an verschiedene Nutzer vermieteten Gebäudes in der Rue Idalie 9-13 im EU-Viertel, durch IVG für knapp 15 Millionen € hat Savills im letzten Quartal Transaktionen in Höhe von insgesamt 142 Millionen € dokumentiert. Obwohl dies einen Rückgang um 62 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet, war die Investitionsbereitschaft im abgelaufenen Quartal außerordentlich hoch. Auf ausländische Investoren, die sich noch im Quartal zuvor absolut still verhalten hatten, entfielen 23 % der Käufe. Französische Investoren hatten einen Marktanteil von 2,5 %, der Anteil dänischer Käufer lag bei 7,7 % und der deutscher Fonds bei 10,3 %.
Die Spitzenrenditen für Objekte in CBD-Lagen liegen derzeit bei 6,75 % für 3- bis 6 Jahres-Mietverträge und 6,0 % für Mietverträge mit einer Laufzeit von über 9 Jahren. Savills prognostiziert, dass bei einem Mangel an Spitzenimmobilien die Renditen für Objekte im oberen Marktsegment auf unter 6 % sinken könnten.
Sheelam Chadha, Head of Research von Savills Belux, sagt: “Obwohl einige Schlüsseltransaktionen in diesem Quartal das Vertrauen in den Investmentmarkt wieder stärken sollten, könnte es dazu kommen, dass einige ehrgeizige Akteure um die wenigen verfügbaren Spitzenobjekte miteinander wetteifern, so dass die Renditen im oberen Marktsegment unter Druck geraten könnten. Insgesamt wird sich die Marktlage bis 2010 jedoch nicht maßgeblich weiter verbessern.“
Savills berichtet, dass im Gegensatz zur Vielzahl der Aktivitäten am Investmentmarkt der Büroflächenumsatz gegenüber dem 3. Quartal 2008 um 51 % auf 53.916 m² zurückgegangen ist. Insgesamt liegt der Rückgang in den ersten drei Quartalen 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls bei 51 %. Aufgrund der schwachen Nachfragesituation ist die Leerstandsrate auf 11,5 % angestiegen, die Spitzenmiete ist gegenüber dem Halbjahreswert um 5,45 % auf 260 €/m²/Jahr gesunken. Dennoch haben laut Savills einige Mieter nach wie vor Schwierigkeiten, hochwertige Flächen in Toplagen zu finden.





