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Smart Metering-Umsetzung hat hohe Priorität bei den EVU

23.10.200916:22 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Smart Metering-Umsetzung hat hohe Priorität bei den EVU

(openPR) Wenige Monate vor Beginn des neuen Jahres genießt die Einführung von Smart Metering bei den Energieversorgungsunternehmen (EVU) eine hohe Priorität und bindet zunehmend Ma-nagement-Kapazitäten. Wenngleich die Auswirkungen der neuen Technologie auf die Ge-schäftsmodelle und Kernprozesse der Unternehmen erheblich sind, liegen strategische Smart Metering-Konzepte derzeit kaum vor. Der Endabnehmer und zukünftige Finanzierer der neuen Technik bleibt noch außen vor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung der psc Management Consulting zum aktuellen Vorbereitungsstand der Markteinführung elek-tronischer Zähler im kommenden Jahr. Hierzu wurden Experten aus 50 EVU befragt.




Trotz unklarer Rahmenbedingungen wollen EVU Smart Metering fristgerecht umsetzen
Über 90% der befragten EVU werden voraussichtlich ab Januar 2010 fristgerecht elektronische Zähler für Haushaltskunden anbieten können. Technisch setzen die Unternehmen bei der Daten-übertragung insbesondere auf GPRS- und Powerline-Lösungen. Gleichwohl werden die Projekte unter hoher Unsicherheit umgesetzt. Neun von zehn EVU beklagen die nach wie vor bestehenden Unklarheiten bei gesetzlichen und technischen Standards. Als problematisch gelten bei den befrag-ten Unternehmen auch die hohen Kosten, die mit einem flächendeckenden Roll-out von Smart Me-tering verbunden sind. Neben den Kosten zur technologischen Umsetzung werden in diesem Zu-sammenhang von den Befragten auch die internen Prozesskosten genannt. „Das Ergebnis zeigt deutlich, dass die EVU zunächst ihre Betriebsabläufe und Schnittstellen optimieren müssen, um die zu erwartenden Verluste durch die Einführung von Smart Metering möglichst gering zu halten“, sagt Dr. Oliver Breidbach, Initiator der Befragung.

Ganzheitliche strategische Ansätze kaum verbreitet
Die fristgerechte Umsetzung der politischen Anforderungen erfolgt bei den wenigsten EVU auf der Grundlage von strategisch-konzeptionellen Ansätzen. Getrieben von den Rahmenbedingungen werden Entscheidungen häufig ad hoc getroffen. So bleiben nicht nur zukünftige Marktentwicklun-gen und die damit verbundenen Geschäftspotenziale unberücksichtigt. Zusätzlich wird die organisa-torische Einbindung der Leistungserstellung für ein Smart Metering-Angebot vor dem Hintergrund von Anreizregulierung und Unbundling vernachlässigt.


Smart Metering ist ein Querschnittsthema
Die Einführung von Smart Metering wird noch stark vom Netzbereich dominiert. Aufgrund der zu erwartenden hohen Einflüsse auf die Kernprozesse der Gesamtunternehmung setzt sich die Er-kenntnis durch, dass weitere Geschäftsbereiche in die Umsetzung von Smart Metering mit einzu-beziehen sind. Die größten Auswirkungen erwarten die Befragten bei der Abrechnung, dem Ener-giedatenmanagement sowie dem Messstellenbetrieb. Auch die Geschäftsprozesse beim Vertrieb und Kundenservice werden sich aus Sicht der EVU stark verändern. Dem entspricht, dass 72% der Experten neue Smart Metering-Produkte für ihre Kunden entwickeln werden.

Kundenbindungsstrategien fehlen
Attraktive Potenziale liegen nach Meinung der Experten insbesondere bei der Verbesserung der Kundenbindung. Für 80% der Befragten fördert das Engagement in Smart Metering vor allem ein positives Image. Das gilt insbesondere für große Unternehmen. 68% der Befragten versprechen sich mit neuen Produkten eine höhere Kundenbindung. „Hier zeigt sich eine gewisse Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit“, betont Dr. Breidbach. „Fast sämtliche EVU wollen durch Smart Metering Kunden binden und ihr Image stärken, informieren diese jedoch wenige Monate vor dem Start der elektronischen Zähler nicht umfassend. Jetzt ist der Zeitpunkt, neue Tarife und Servicepa-kete zu entwickeln und den Kunden aktiv anzusprechen“, so der Berater weiter.

Kooperationen im Messstellenbetrieb
Die Hälfte der befragten EVU planen, den Messstellenbetrieb zukünftig vollständig selbst zu erbrin-gen. Hier ist jedoch zwischen großen und kleinen EVU zu unterscheiden. Während 67% der großen EVU den Alleingang planen, trifft dies nur auf 31% der kleineren EVU zu. Bedingt durch die zu er-wartende Komplexität sowie fehlendes Volumen werden bei den kleineren Unternehmen Koopera-tionen mit anderen EVU sowie auch mit branchenfremden Dienstleistern angestrebt. Darüber hin-aus wird die Expansion des Messstellenbetriebs in externe Versorgungsgebiete, unabhängig von der Unternehmensgröße, von vielen Befragten grundsätzlich nicht ausgeschlossen. „Der Wettbe-werb um Kunden wird sich in den neuen Geschäftsfeldern schnell entwickeln und viele kommunale Versorger werden die Chance nutzen, sich überregional zu positionieren“ so Dr. Breidbach. Die Wettbewerbsintensität steigt weiter.

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