openPR Recherche & Suche
Presseinformation

WAS BEDEUTET EIGENTLICH „INDUSTRIALISIERUNG" FÜR DIE VERSICHERUNGS- UND BANKENBRANCHE

Bild: WAS BEDEUTET EIGENTLICH „INDUSTRIALISIERUNG" FÜR DIE VERSICHERUNGS- UND BANKENBRANCHE
Logo POLYGON Business Engineers
Logo POLYGON Business Engineers

(openPR) Aktuelle Studien des Marktforschungsinstitutes GfK Nürnberg belegen, dass Kunden heute rational kalkulierend und wenig loyal zu einem Anbieter sind. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel, deshalb darf Herausragendes manchmal teurer sein, Standardware erfordert jedoch kleine Preise. Für den Finanzsektor bedeutet dies: die Konditionen sind wichtiger als die Treue zur Versicherung oder der Hausbank. Nicht einmal mehr die Hälfte der Bankkunden wendet sich auf der Suche nach einem neuen Finanzprodukt als erstes an die eigene Bank. Die meisten Kunden recherchieren grundsätzlich erst einmal den günstigsten Anbieter - unabhängig von bereits bestehenden Bankverbindungen*. Darüber hinaus tun sich Versicherungen auch noch mit dem Aufbau von stabilen Kundenbeziehungen schwer. Deshalb sind auch sie von der Wechselfreudigkeit der Kunden stark betroffen. Die großen Versicherungen in der Branche haben gerade die ersten Schritte von der „Manufaktur" in den „Serienbetrieb" hinter sich gebracht. Mit „Manufaktur" wird z.B. in der Automobilindustrie die besondere Produktion bezeichnet, die Fertigung von Hand für „zahlungskräftige" Kunden.



Wie kann nun für die Versicherungs- und Bankenbranche ein Konzept der Nachhaltigkeit geschaffen werden, das die Nutzung eines „regenerierbaren" Prozesssystems in einer Weise beschreibt, dass es in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und auf Grund von Veränderungen angepasst werden kann? Was ist diesbezüglich von der Automobilindustrie zu lernen und was ist übertragbar?

Die Automobilhersteller konzentrieren sich innerhalb ihres Innovationsradars auf die drei wesentlichen Punkte:
1. Komplexitätsmanagement in der Wertschöpfung
2. Mobilitätskonzepte mit Expansion in neue Märkte
3. Emotionalität der Kaufentscheidung
Was heißt das nun im Detail? Mit dem Prinzip "Teile und herrsche" oder „divide and conquer" beschreibt ein altes Prinzip, wie man komplexe Aufgaben und Probleme besser managen kann, indem man sie in kleinere Teilprobleme zerlegt, die einfacher handhabbar sind als das große globale Problem. Die Lösungen der Teilprobleme werden anschließend zur Gesamtlösung des großen Problems verwendet.

In der Automobilindustrie wird durch die Anwendung dieses Prinzips die Komplexität der Teile- und Variantenvielfalt beherrschbar gemacht, z.B. indem die Eigenfertigungsanteile reduziert werden. Sie liegen teilweise unter 20%. In der Versicherungsbranche sind heute noch 70-80% Eigenfertigungstiefe anzutreffen.

Seit Anfang 2009 steht das neue Mobilitätskonzept der Daimler AG den Bewohnern von Ulm zur Nutzung offen. Jeder der im Besitz eines gültigen Führerscheins ist, kann sich für car2go über das Internet registrieren lassen und das System nutzen. Der Schlüssel zum Starten der Autos liegt im Handschuhfach, das über einen per SMS zugestellten Code geöffnet werden kann. Im Preis von 19 Cent pro Minute ist alles mit enthalten: Kraftstoff, Service, Steuern, Versicherung, Wartung usw. Abgerechnet wird am Ende der Nutzung. Ein weiteres Beispiel bildet die Software-Industrie: Zunehmend setzen sich Konzepte wie „Software as a Service", quasi die Online-Nutzung von Programmen im Bedarfsfall, sowie das sog. Cloud Computing, d.h. virtuell genutzte Rechen- und Speicherkapazitäten, ganz nach aktuellem Bedarf, durch. Ähnliche Geschäftsmodelle in neuen Märkten, können auch z. B. für Versicherungen ein Weg in der Zukunft sein.

Bei der Kaufentscheidung wird in die Motive rational (z. B. Sparen), funktional (z. B. Sicherheit/Komfort, Familie und Qualität) und emotional (z. B. Spaß/Freizeit, Performance, Freiheit) unterschieden. Welche Motive bewegen nun den Käufer eines Porsche Cayenne überwiegend, wenn er bei mehr als 92 % Gleichteilen in Bezug auf den VW Touareg den wesentlich höheren Kaufpreis des Cayenne akzeptiert? Die Antwort liegt auf der Hand: Emotionalität.
Nun existieren auch in der Versicherungsbranche verschiedene Markenwerte, sie sind jedoch nicht so einfach bzw. gar nicht in höhere Prämiensätze umsetzbar. Der dazu notwendige Grad an Emotionalität fehlt dem Produkt „Versicherung".

Was muss also getan werden, um weiterhin in der Branche erfolgreich agieren zu können? Das bestehende Geschäftsmodell, dass von Fall zu Fall bereits mit dem Ziel der Prozesskosteneinsparung optimiert wurde, muss jetzt strategisch neu ausgerichtet werden. Dazu müssen das zukunftsorientierte Leistungsangebot und die strategischen Ziele klar beschrieben sein. Auf dieser Basis müssen die Geschäftsprozesse mit den betroffenen Entscheidern/Verantwortlichen überarbeitet bzw. neu gestaltet werden, und die Aufbauorganisation durch „Rollenbeschreibungen" angepasst werden. In dieser Reihenfolge – und durch Eliminierung von Verschwendung in den Prozessen – ist gewährleistet, dass die neue Unternehmensstrategie bei den Mitarbeitern ankommt. Das Schlagwort „Industrialisierung" bedeutet in diesem Zusammenhang nichts anderes, als von Anderen zu lernen.

Getreu dem alten Rennfahrerspruch "wenn du glaubst, du hast alles unter Kontrolle, dann bist du nicht schnell genug", muss in einem 1. Schritt in den Unternehmen geklärt werden:
• was ist "unter Kontrolle" und was nicht
• wie heißen die Handlungsfelder und welche Hebel sind wirksam

Erst nach Klärung dieser Sachfragen in Teamarbeit kann entschieden werden, was zu tun ist und wie angepackt werden muss. Die Beratungsgesellschaft POLYGON Business Engineers benutzt ein nachvollziehbares Vorgehensmodell, das in Teamarbeit konsequent die „brennenden" Handlungsfelder transparent macht. Es wurde auf der Basis der in der Automobilindustrie häufig angewandten Six-Sigma-Methode, des sogenannten „DMAIC-Zyklus"**, entwickelt. Basierend auf dem spezifischen Mengengerüst des Unternehmens sind für die erste Phase „Design" etwa fünf bis zehn Arbeitstage notwendig.

* TNS Infratest-Umfrage 4.4.2006, nach PSD Bank, http://www.psd-bank.de/index_2560.htm
** Define - Measure - Analyze - Improve - Control = Definieren - Messen - Analysieren - Verbessern - Steuern

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 362318
 162

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „WAS BEDEUTET EIGENTLICH „INDUSTRIALISIERUNG" FÜR DIE VERSICHERUNGS- UND BANKENBRANCHE“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von POLYGON Business Engineers

Bild: SCHNELLER AUS DER KRISE DURCH HÖHERE QUALIFIZIERUNGBild: SCHNELLER AUS DER KRISE DURCH HÖHERE QUALIFIZIERUNG
SCHNELLER AUS DER KRISE DURCH HÖHERE QUALIFIZIERUNG
Die Chance zur Weiterbildung hilft Unternehmen und Mitarbeitern. Alle Fachleute sind sich einig: Die beste Idee in der gegenwärtigen Krise ist das Angebot der Regierung an Arbeitnehmer und Unternehmer, die Zeit der Kurzarbeit für Aus- und Fortbil-dung zu nutzen. Wertvolle Mitarbeiter bleiben den Unternehmen dadurch erhalten; im besten Fall kommen die Betriebe, die dieses Angebot annehmen, mit ihrer Belegschaft besser aus der Krise heraus, als sie hineingegangen sind. Es ist noch nicht lange her, da galt die Aussage „wir haben keine Zeit die…

Das könnte Sie auch interessieren:

Neuer Online-Shop für gebrauchte Büromöbel hilft die Umwelt zu schonen
Neuer Online-Shop für gebrauchte Büromöbel hilft die Umwelt zu schonen
… automatisch ein ökonomischer Vorteil für den Nutzer. Gebrauchte Büromöbel von Markenherstellern können nach ihrem Ersteinsatz bei großen Firmen, z. B. der Industrie oder Versicherungs- und Bankenbranche problemlos einer weiteren Verwendung zugeführt werden. Der Zustand dieser Möbel ist teilweise als neuwertig zu bezeichnen. Für einen einfachen Zugang zu …
Bild: WER oder WAS IST eigentlich MEIN oder DIESER 'Finanz-TYP' bzw. 'Versicherungs-MENSCH'?Bild: WER oder WAS IST eigentlich MEIN oder DIESER 'Finanz-TYP' bzw. 'Versicherungs-MENSCH'?
WER oder WAS IST eigentlich MEIN oder DIESER 'Finanz-TYP' bzw. 'Versicherungs-MENSCH'?
Der Autor Felix Dorendorf veröffentlicht mit "WER oder WAS IST eigentlich MEIN oder DIESER 'Finanz-TYP' bzw. 'Versicherungs-MENSCH'?" ein Fachbuch aus der Finanz- und Versicherungsbranche. ------------------------------ In seinem Buch "WER oder WAS IST eigentlich MEIN oder DIESER 'Finanz-TYP' bzw. 'Versicherungs-MENSCH'?" untersucht Felix Dorendorf die …
Presseinformation zur 11. Handelsblatt Jahrestagung
Presseinformation zur 11. Handelsblatt Jahrestagung
… angekündigten Stellenstreichungen und Übernahmen in der Versicherungsbranche sind Ausdruck der umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen in der Versicherungslandschaft. Durch die zunehmende Industrialisierung der Arbeitsprozesse in den Versicherungen gewinnt die Informationstechnologie eine immer größere Bedeutung. Auf der 11. Handelsblatt Jahrestagung …
"IT für Versicherungen"
"IT für Versicherungen"
… September 2008 in München stattfindet. Schwerpunktthemen der Tagung sind strategische Positionierung der Versicherungs-IT, SOA-basierte Architekturen, Prozess-Industrialisierung und Kundenorientierung sowie Vertriebsweg Internet und intelligente Portallösungen. Das Programm kann im Internet abgerufen werden: www.konferenz.de/dn-versicher08 Strategische …
Gothaer veranstaltet Zukunfts-Symposien für Makler
Gothaer veranstaltet Zukunfts-Symposien für Makler
… Zukunft bewegen werden: • „Versicherungsbranche - Quo vadis?“ Referent: Dr. Werner Görg, Vorstandsvorsitzender des Gothaer Konzerns Themen: Solvency II, EU-Vermittlungsrichtlinie, Industrialisierung der Branche versus Individualisierung der Beratung, Anforderungen an Makler • „Die Entwicklung am Kapitalmarkt“ Referenten: Jürgen Meisch, Finanzvorstand …
Bild: CSC gibt Partnerschaft mit Novum bekanntBild: CSC gibt Partnerschaft mit Novum bekannt
CSC gibt Partnerschaft mit Novum bekannt
… als Versicherungs-Kernlösung ihre Standardsoftware „V’ger Enterprise Edition“ in die Partnerschaft ein. „Die Versicherungswirtschaft hat noch großes Potenzial den Grad der Industrialisierung zu erhöhen und damit effizienter zu werden. Hier können wir unterstützen“, erläutert Christian Steinebach, Mitglied der Geschäftsführung von CSC in Deutschland …
Bild: Finanzberater nutzten Potenzial des Empfehlungsmarketings nichtBild: Finanzberater nutzten Potenzial des Empfehlungsmarketings nicht
Finanzberater nutzten Potenzial des Empfehlungsmarketings nicht
… Ergebnis kommt eine mehrjährige, von Vertrieb24 – Die Vertriebsoptimierer GmbH & Co. KG durchgeführte Studie, die das Verhalten von über 1700 Beratern aus der Versicherungs-, Investment- und Bankenbranche untersucht. Das Gros der Berater und Makler lässt folglich eine Menge Potenzial für Neugeschäft ungenutzt. Denn richtig angewandt, so ein weiterer …
direct/ EUROFORUM Deutschland GmbH: IT als Treiber der Industrialisierung in der Assekuranz
direct/ EUROFORUM Deutschland GmbH: IT als Treiber der Industrialisierung in der Assekuranz
… 12. September 2007, München) München/Düsseldorf, August 2007 - Banken und Versicherungen waren 2006 das zweitwichtigste Segment für IT-Dienstleister. Angesichts der Industrialisierung der Geschäfts- und IT-Prozesse in der Versicherungswirtschaft werden Finanzdienstleister auch weiter gute Kunden der IT-Dienstleister bleiben. Allerdings sind Versicherer …
Towers Watson gewinnt Paul Verhoeven als Leiter der Insurance Investment Advisory Group Deutschland
Towers Watson gewinnt Paul Verhoeven als Leiter der Insurance Investment Advisory Group Deutschland
… werden wir unser Dienstleistungsangebot für diese Investoren, insbesondere für Lebensversicherer, weiter ausbauen. Paul Verhoeven wird seine langjährige Erfahrung in der Versicherungs- und Bankenbranche sowie seine umfassende Expertise im Asset Management einbringen, um für unsere Kunden maßgeschneiderte Investmentstrategien zu entwickeln.“ Vita Dr. …
Diäten-Wahn versus gesunde Lebensweise - Die Entwicklung von Schönheitsidealen
Diäten-Wahn versus gesunde Lebensweise - Die Entwicklung von Schönheitsidealen
… verstehen. Demnach galten kräftige Menschen in Zeiten der Nahrungsmittelknappheit als mächtig. Könige wurden meist mit einer stattlichen Figur abgebildet. Als die Industrialisierung es ermöglichte, sich Nahrungsmittel auszuwählen, tendierte das Schönheitsideal hin zum schlanken und durchtrainierten Menschen Hier bestehe jedoch die Gefahr, dass der Drang …
Sie lesen gerade: WAS BEDEUTET EIGENTLICH „INDUSTRIALISIERUNG" FÜR DIE VERSICHERUNGS- UND BANKENBRANCHE