(openPR) 37. Ordentliche Hauptversammlung am 14. Oktober
Bad Endorf, 16.10.2009 - „Wichtig ist jetzt zum einen Vertrauen zu schaffen für ein Miteinander, zum anderen aber auch den Blick auf die Zukunftsausrichtung des Konzerns zu richten und nicht ständig die Themen der Vergangenheit in den Vordergrund zu stellen.“ so Dietolf Hämel, Vorstand der Gesundheitswelt Chiemgau (GWC) seit 15. Juli 2009. Der 39jährige Nachfolger von Otmar Steßl, erläuterte den rund 250 erschienenen Aktionären und Aktionärsvertretern die wirtschaftlichen Rahmendaten des GWC Konzerns und stellte den Konzern-Jahresabschluss vor. Nach einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr schilderte er die aktuelle Situation und sich daraus ergebende Chancen und Risiken.
Umsätze und Ergebnisse
Der Gesamtumsatz des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr leicht auf 39,8 Mio. Euro angestiegen. Insgesamt erwirtschaftete die Unternehmensgruppe in diesem Jahr ein negatives Jahresergebnis von 1,16 Mio. Euro.
Das Defizit ergibt sich hauptsächlich aus Sondereffekten aus den Vorjahren. Entscheidende Positionen hier sind periodenfremde Aufwendungen für Pachtnachforderungen der Marktgemeinde für die Mehrkosten aus der in 2004 abgeschlossenen Umbaumaßnahme der Chiemgau Thermen in Höhe von insgesamt 0,63 Mio. Euro sowie periodenfremde Aufwendungen für Abwassergebühren für Vorjahre in Höhe von 0,5 Mio. Euro.
Kliniken
Die Simssee Klinik erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2008 eine Gesamtleistung von 22.619 Tausend Euro und damit ein Minus von 0,75 Prozent (172 Tausend Euro) gegenüber dem Vorjahr. Die Investition in die Erweiterung der geriatrischen Rehabilitation der Simssee Klinik war eine konsequente nachfrage- und erlösorientierte Ausrichtung des Leistungsangebotes im Hinblick auf die demografische Entwicklung. Belegungsausfälle durch den Erweiterungsumbau mussten dafür in Kauf genommen werden. Die gute Auslastung der geschaffenen Betten, bereits im zweiten Halbjahr 2008, bestätigt die Richtigkeit dieser Investition.
Als weitere Zukunftsausrichtung für die Simssee Klinik wurde Ende 2008 nach zweijährigem Bemühen im Bettenplanungsausschuss die Erweiterung der Krankenhausbetten für die psychosomatische Abteilung um 30 Betten zugesprochen. So erweitert sich diese Abteilung zukünftig auf 70 Betten.
Die Klinik St. Irmingard in Prien am Chiemsee erzielte im Geschäftsjahr 2008 eine Gesamtleistung von 10.381 Tausend Euro und somit ein Plus von 72 Tausend Euro (plus 0,7 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Mit ihren drei Indikationen Onkologie, Kardiologie und Psychosomatik schafft sie eine durchschnittliche Bettenauslastung von deutlich über 90 Prozent.
In den Kliniken könnte sich zukünftig bei einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen und zurückgehenden Krankenkassenbeiträgen eine Reduzierung der von den Kostenträgern zu genehmigenden Leistungen und der Vergütungshöhe ergeben. In welchen Größenordnungen sich das abspielen würde, kann nur vermutet werden.
Bei Ärzten und Pflegepersonal ist ein Personalmangel immer stärker erkennbar. Der Wettbewerb am Beschaffungsmarkt wird härter.
Chiemgau Thermen
Die Chiemgau Thermen erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 4.533 Tausend Euro und damit ein Minus von 3,6 Prozent (173 Tausend Euro) gegenüber dem Vorjahr. Ausschlaggebend dafür war der Besucherzahlenrückgang im Thermen- und Saunabereich, der im Wesentlichen auf die wirtschaftlich unsichere Lage sowie die kontinuierlich steigende Bäderdichte zurückzuführen ist. Der Wettbewerb mit anderen Thermen wird zunehmend schärfer und zwingt zu ständig neuen Angeboten, sprich Investitionen. Diese werden durch die bestehende Ergebnissituation beschränkt.
„Die Parkplatzsituation ist zwischenzeitlich sehr problematisch geworden. Eine sinnvolle und wirtschaftlich machbare Lösung muss hier gefunden werden.“ so Hämel.
Aufsichtsrat
Durch die Hauptversammlung im letzten Jahr wurde turnusmäßig ein neuer Aufsichtsrat gewählt. Neben den bisherigen Aufsichtsratsmitgliedern Günter Harm, Andreas Krug und Michael Unterreitmeier wurden Dr. Manfred Jansen und Hieronymus Stockinger neu in das Gremium gewählt. Günter Harm ist seither Vorsitzender des Aufsichtsrates. Gudrun Unverdorben wurde kraft ihres Amtes als erste Bürgermeisterin von Bad Endorf in den Aufsichtsrat gesandt. Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind Elke Flender-Back, Petra Kaliwas und Franz Menschhorn.
Beschlussfassung der Tagesordnungspunkte
Die Abstimmungen ergaben die Nichtentlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2008.
Es wurde die Änderung der Satzung der GWC AG beschlossen, die die Marktgemeinde Bad Endorf dazu berechtigt, neben dem ersten Bürgermeister ein weiteres Mitglied von der Marktgemeinde Bad Endorf in den Aufsichtsrat zu entsenden.
Für das Geschäftsjahr 2009 wurde ein neuer Abschlussprüfer gewählt.
Die Marktgemeinde Bad Endorf ist Hauptaktionär der GWC AG und hält derzeit 76 Prozent der Aktien.
Neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden Günter Harm, der Ende 2009 sein Amt niederlegen wird, haben auch die Vertreter der Aktionäre im Aufsichtsrat Michael Unterreitmeier sowie Dr. Manfred Jansen vor kurzem ihr Aufsichtsratsmandat unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist gekündigt.
Der Geschäftsbericht 2008 und weitere Informationen über die Gesundheitswelt Chiemgau AG und seine Unternehmen sind im Internet zu erhalten unter: www.gesundheitswelt.de











