(openPR)
Aachener Kooperation gegen Leberkrebs
Forscher der MagnaMedics GmbH und des Universitätsklinikums Aachen wollen die Überlebenschancen von Lebertumor Patienten durch eine innovative Therapie deutlich erhöhen. Bisher bekannte Nebenwirkungen werden erheblich reduziert.
Aachen – Lebertumore gehören zu den schwierigsten Herausforderungen in der Medizin. Die Mehrzahl aller primären und sekundären Lebertumore ist nicht heilbar und geht mit einer kurzen Überlebenszeit der Patienten einher. Professor Dr. Schmitz-Rode, Universitätsklinikum Aachen, und Dr. Detlef Müller-Schulte, MagnaMedics GmbH, haben sich in ihrem Kooperationsprojekt zum Ziel gesetzt, auf der Basis multifunktioneller Nanopartikel eine effektive und nebenwirkungsarme Therapie zu entwickeln.
Ausgangspunkt des innovativen Ansatzes sind thermosensitive Polymerträger in die Medikamente zusammen mit magnetischen Partikeln eingekapselt werden. Nach Infusion in das hepatisch arterielle System, werden die Polymerträger in einem statischen magnetischen Feld kontaktfrei in das Tumorgewebe gesteuert und angereichert. Die anschließende induktive Erwärmung in einem dynamischen Magnetfeld erwirkt die konzentrierte Freigabe der eingekapselten pharmazeutischen Wirkstoffsubstanzen innerhalb weniger Minuten, vergleichbar mit dem Ausdrücken eines Schwammes. Gleichzeitig findet eine Überwärmung (Hyperthermie) des Tumorgewebes statt. Diese bewirkt eine Einödung des Tumors und kann wahlweise über einen längeren Zeitraum wiederholt werden.
Durch Anwendung bestimmter Frequenzfenster lässt sich der Erwärmungsprozess so steuern, dass ausschließlich die magnetischen Partikel, die sie umgebende Polymerhülle und das krankhafte Tumorgewebe aufgeheizt werden.
Der neue Therapieansatz bietet eine Reihe von Vorteilen:
- Die gezielte Wirkstoffapplikation verringert starke Nebenwirkungen bekannter medikamentöser Therapien wie Haarausfall, Übelkeit oder Darmentzündungen.
- Die Doppelstrategie der Tumorbekämpfung durch Medikamente und Hyperthermie erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Therapie; mit der Möglichkeit, auf Operationen und Strahlentherapie zu verzichten.
- Es besteht die Aussicht auf erhebliche Kosteneinsparungen von bis zu 50%, da z.B. der Umfang an begleitenden ambulanten und stationären Behandlungen deutlich reduziert werden könnte.
Die Machbarkeitkeitsstudie dieses Ansatzes verlief positiv und das Projektteam ist zuversichtlich, in 2-3 Jahren die klinische Erprobung einleiten zu können. Finanziell wird dieses Vorhaben im Rahmen des Verbundprojektes durch das „Aachener Kompetenzzentrum für Medizintechnik – AKM“ gefördert.
Aachen, den 30. September 2004
*****Ende der Pressemitteilung *****************
Über MagnaMedics
MagnaMedics hat sich zum Ziel gesetzt, mit effizienteren Nachweisverfahren und modernen Drug-Delivery-Systemen einen Beitrag zur besseren Vorsorge und Behandlung ernsthafter Krankheiten wie Krebs und Aids zu leisten. MagnaMedics ist ein junges Unternehmen der Nanobiotechnologie; eine der wichtigen Schlüsselindustrien des 21. Jahrhunderts. Das Unternehmen entwickelt auf der Basis von kleinsten Trägerteilchen (Nanopartikel) Produkte für diagnostische und medizinische Anwendungen. Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in Aachen.
Dr. rer. nat. Detlef Müller-Schulte ist Geschäftsführer und Leiter der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der MagnaMedics GmbH.
Mehr über die Aktivitäten der MagnaMedics finden Sie unter: www.magneamedics.com
Über AKM
Das AKM ging aus 80 Projektanträgen als einer der acht Gewinner des Wettbewerbes Kompetenzzentren Medizintechnik hervor.











