(openPR) Von der Pflicht zur Kür: Ertrag und Risiko erfolgreich steuern - Haben die Banken aus der Krise gelernt?
Bleibt die oft zitierte Casino-Mentalität der Banken oberste Maxime des Handelns oder konzentriert sich die Bankenbranche nunmehr auf die Stärkung ihres Kerngeschäftes?
Nach der Managementbefragung 2008 „Von der Pflicht zur Kür: Ertrag und Risiko erfolgreich steuern“, hat die msgGillardon AG in ihrer am 1. Oktober 2009 veröffentlichten Studie nachgefragt, ob die Banken aus der Krise gelernt haben. Die Antworten zeigen eindrucksvoll, wie rasant die Finanzkrise auf das Bankmanagement wirkt und zu deutlichen Verschiebungen der Prioritäten führt.
Deutliche Verschiebung der Schwerpunkte des Bankmanagements
Die Ergebnisse zeigen, dass die Finanzkrise eine deutliche Verschiebung der Schwerpunkte des Bankmanagements bewirkt. So erwarten 60% der Befragten eine steigende Bedeutung der Kreditrisikosteuerung, 56% sehen die Relevanz der Kunden- und Vertriebssteuerung zunehmen. Deutlich ist hierbei eine Veränderung zu 2008 zu erkennen, wo die Kreditrisikosteuerung mit 39% nur Platz drei belegt hat.
Laut Meinung der Banker wird auch das Risikomanagement weiter stark an Bedeutung zunehmen. Dies zeigt sich deutlich in der Einschätzung, welcher Stellenwert der Liquiditäts- und Marktpreisrisikosteuerung zukünftig zukommen sollte. Liquiditätsrisikosteuerung mit + 50% Stimmenzuwachs und Marktpreisrisiko¬steuerung mit + 65% bestätigen den klaren Trend hin zu mehr Risikomanagement und -steuerung.
Aber auch die Kunden- und Vertriebssteuerung bleibt im Fokus der Bankmanager: 56% der Befragten erwarten in diesem Bereich eine zunehmende Bedeutung.
Trends bei Ratingverfahren bestätigt
Die in der Vorjahresumfrage von msgGillardon identifizierten Trends werden in der diesjährigen Studie bestätigt: Mehr als 80% der Befragten beurteilen die Bedeutung von internen Rating- und Scoring¬verfahren mit hoch bis sehr hoch, während inzwischen fast 30% der Studienteilnehmer externen Ratings nur noch eine geringe bis sehr geringe Bedeutung beimisst.
Hintergrund
Nachdem die Studie 2008 vor dem Hintergrund der damals stark aufkeimenden globalen Finanzkrise erschienen ist, interessierte die Autoren in 2009, was sich in der Krise an den Zielen, Strategien und Aktivitäten im Bankmanagement – insbesondere auch im Hinblick auf die Novelle der MaRisk – verändert hat. Dafür wurden im Rahmen einer quantitativen Befragung 100 Vorstände sowie Führungskräfte aus den Bereichen Finanzen / Controlling, Marketing / Vertrieb und IT mit Hilfe eines standardisierten Erhebungsbogens befragt.









