(openPR) „Westfalen Winds“ begeisterte das Publikum beim Familienkonzert in Arnsberg – Publikum erlebt eine Traumreise
Zum zweiten Mal gastierte das überregionale Blasorchester Westfalen Winds unter dem Motto „Klangkaffee“ im sauerländischen Arnsberg. Dabei wurde das Konzept vom Publikum gerne angenommen, einen Wochenendausflug sowohl mit Musik als auch mit Kaffee und Kuchen zu verbinden. In der Pause konnte man nämlich das zuvor Gehörte gemütlich bei einem Plausch diskutieren.
Zu diesem Zeitpunkt waren gerade die beiden anspruchsvollen Werke gespielt, die das Orchester auch im nächsten Jahr beim 12. Internationalen Blasorchesterwettbewerb „Flicorno d’Oro“ in Riva del Garda in der Höchststufe präsentieren wird. Mit dem Wahlstück „The Undanced Ballet“ des Ungarn Frigyes Hidas eröffnete das Ensemble unter Leitung von Uli Schmidt das Konzert. Was folgte, wird das Pflichtwerk im kommenden Frühjahr sein: „Armageddon“ von Hardy Mertens. Die musikalische Umsetzung der Offenbarung des Johannes aus der Bibel ist aber ein alter Bekannter des Orchesters: Bereits 2001 bei der Teilnahme am Bundesmusikfest in Friedrichshafen war es von der Jury gefordert. „Es ist bei einem solch komplexen Werk schon sehr hilfreich, nicht komplett wieder bei Null anfangen zu müssen.“, freut sich Schmidt – auch wenn seitdem viele neue Mitspieler hinzugekommen sind. Dass das Publikum komplett im Bann des Orchesters stand, zeigte der Satz „The Complete Silence“. Aus dem vorherigen Getöse des Tutti blieb nur noch eine leise Trommel übrig, die den Herzschlag nach dem Jüngsten Gericht symbolisierte. In dieser Situation hätte man eine Stecknadel fallen hören können.
Nach der Pause ging mit der Thematik des „Idealismus“ weiter, unter der das Konzert stand. Zeigte sich dieser bislang im Kampf zwischen „Gut und Böse“, verlagerte es sich nun auf die Idealisten selbst. Zunächst ehrte Timothy Mahrs Komposition „Everyday Hero“ die ganz normalen Helden des Alltags, denen man real auf Schritt und Tritt begegnen kann. Fiktive Helden hingegen waren diejenigen, die sich anschlossen. Thiemo Kraas’ „Traummaschine“ entführte die Zuhörer in die Welt der mutigen Ritter, bösen Hexen und gruseligen Gespenster. Nach der Premiere vor einem halben Jahr im Rahmen eines Kinderkonzerts im Theater Duisburg wurde es nun in der Heimatstadt des 24-Jährigen aufgeführt. Sein bereits drittes Werk hat er eigens im Auftrag von Westfalen Winds geschrieben und ist dem Orchester gewidmet. Aber bereits mit seinem Opus 2 „Imagasy“ hat Kraas auf sich aufmerksam gemacht, als er damit 2003 mit einem 2. Platz beim Wettbewerb „Jugend komponiert“ eine Auszeichnung erhielt.
Im Mittelpunkt stand der verrückte Erfinder Professor Träumli, der durch eine Traummaschine ins Mittelalter katapultiert worden war. Zusammen mit seinem Assistenten Tollpi nahm er an der Tafelrunde teil, erblickte eine wunderhübsche Prinzessin und musste anschließend vor einem Gespenst aus der Hexenküche fliehen. Die musikalische Darbietung ging dabei Hand in Hand mit der Erzählung, die wie in Duisburg von der Schauspielerin Anna-Maria Wasserberg übernommen wurde. „Man konnte regelrecht beobachten, wie nicht nur die Kinder ihre Augen schlossen und in ihrer Phantasie dem Geschehen Bilder gaben.“, schilderte Schmidt seine Beobachtungen.
Mit „Superman“ betrat schließlich ein weiterer Held die Bühne, den man schon von der Leinwand kennt. In der Filmmusik von John Williams wurde das Comic- und Kinoidol zum Leben erweckt. Sehr zur Begeisterung des Publikums, das nämlich nach einer Zugabe verlangte. Und selbst hier entsprach die Musik der Thematik: Supermans Kollege „Batman“ sorgte für den Abschluss eines „leckeren“ und „idealen“ Nachmittags.













