(openPR) Facettensyndrom an der Wirbelsäule reizt die Nervenwurzeln
Zahlreiche Menschen ab dem 50. Lebensjahr leiden unter Rückenbeschwerden, die sich auf Verschleißprozesse zurückführen lassen. Doch nicht immer erweist sich die Bandscheibe als Auslöser. „Auch Abnutzungen an den kleinen Wirbelgelenken können Schmerzen verursachen, indem sie die Nerven reizen“, berichtet Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Begründer der Internationalen Wirbelsäulenklinik Berlin. „Diese Beschwerden lassen sich unter dem Begriff Facettensyndrom zusammenfassen.“ Dabei tritt das Krankheitsbild vorwiegend im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Aber auch an der Halswirbelsäule und in seltenen Fällen im Brustwirbelbereich kann ein Facettensyndrom entstehen und hier für Belastungen sorgen. Einmal entstandener Verschleiß lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Hier kommen moderne Therapieverfahren zum Einsatz, die an der Schmerzweiterleitung ansetzen.
Kälte und Hitze lindern Schmerzen
Häufig verbindet sich das Facettensyndrom mit anderen degenerativen Wirbelerkrankungen wie Bandscheibenvorfällen oder Wirbelgleiten. Durch die Abnutzung der Wirbelgelenke können sich die an den Kapseln der Facettengelenke gelegenen Nervenenden entzünden oder einklemmen. In einigen Fällen treten dann Schmerzen auf. „Wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird, lässt sich einer Verschlimmerung rechtzeitig entgegenwirken“, sagt Dr. Sabarini. Oft verringern auch konservative Behandlungen wie beispielsweise Physiotherapie die Beschwerden. Wenn diese jedoch keine Wirkung zeigen, bieten sich minimalinvasive Therapien wie Kältesonde oder Laser an, die mit Kälte oder Hitze die Schmerzen gezielt beenden. „Bei der sogenannten Vereisung, auch Denervierung genannt, führen wir unter örtlicher Betäubung eine feine Sonde an der entsprechenden Stelle ein“, erklärt Dr. Sabarini. Dort kühlt er die Sondenspitze auf -50° bis -60° Celsius ab und vereist den betroffenen Nerv. Dies unterbricht die Schmerzweiterleitung und eine Linderung der Beschwerden setzt ein. Den gleichen Effekt erzielt der Laser, der die betroffenen Nerven nicht durch Kälte, sondern durch Hitze ausschaltet. Ungefähr ein Jahr hält der schmerzhemmende Effekt an und macht die Einnahme von Schmerzmitteln unnötig.
Um Auftreten oder Verschlechterung von Verschleißerscheinungen vorzubeugen, gilt regelmäßige Bewegung als besonders wichtig. „Mit ausgewählten Übungen lässt sich die Rückenmuskulatur stärken und die Wirbelsäule nachhaltig entlasten“, sagt Dr. Sabarini. Neben Physiotherapie trainieren auch Rückenschwimmen oder gezieltes Krafttraining die Rückenpartien.
Weitere Informationen unter www.spine-clinic.de.









