(openPR) Bonn/Zürich – Christliche Fundamentalisten, militante Abtreibungsgegner, reiche Ölmanager und wohlhabende weiße Bürger der amerikanischen Mittelschicht: Glaubt man gängigen Klischeevorstellungen, so unterstützen diese Personengruppen die Politik von US-Präsident George W. Bush und der Republikaner. Haar im hochgeföhnten Mohawk-Stil, tätowierte Schulterblätter, Ring im Ohr und schwarze Bomberjacke. So stellt man sich vielleicht einen Kreuzberger Krawallmacher am 1. Mai vor. Wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtet, kämpfen Menschen mit einer solchen Aufmachung für die Irak-Politik von Bush junior, gegen die Abtreibung und für Steuersenkungen. Ihr Kampf ist friedlich und rein journalistischer Natur. Der Punker Nick Rizzuto nutzt die modernen Kommunikationsmöglichkeiten und betreibt einen Weblog namens „Conservative Punk“. Dort verteidigt der 22-jährige viele politische Vorhaben der Republikaner. Sein Motto: „Fight Terrorism, Vote für Bush.“ Die Gegenseite ist auch nicht untätig. Über 200 Punk-Gruppen geben sich auf ihrem Weblog „About Punkvoter.com“ als Gegner der jetzigen Administration in Washington zu erkennen.
Und diese Gruppen gewinnen an Einfluss. Wie schon am Konvent der Demokraten in Boston waren in diesem Jahr erstmals Vertreter privater Websites, so genannte Weblogs oder Blogs, am Parteikonvent der Republikaner zugelassen, schreibt die NZZ. Die Internet-Foren dienen als Plattform für Diskussion, Berichte, Kommentare, Presseschauen, Tagebücher und sonstige Darstellungsformen. Die neuen, schnellen und frischen Medien sind auch eine Reaktion auf die Arroganz vieler Zeitungen, die die Probleme der Normalbürger ignorierten. Es gehe immer nur, so der Vorwurf der Punk-Blogger, um das Weltgeschehen, Regierungsgeschäfte und Sport. Der Online-Journalismus sei offener und ein Spiegel des öffentlichen Lebens.










