(openPR) FRIEDRICHSHAFEN - Mit acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern startete Ende September die „Kooperative berufliche Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt (KoBV)“. Die 11-monatige berufsvorbereitende Maßnahme erfolgt im Auftrag der Agentur für Arbeit. Träger ist die St. Gallus-Hilfe gGmbH (Stiftung Liebenau), die gemeinsam mit vier Kooperationspartnern die Maßnahme durchführt.
KoBV gilt als das Erfolgskonzept in Baden-Württemberg zur Eingliederung von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Eine Besonderheit stellt die bisher einzigartige Kooperation aller Akteure der beruflichen Bildung von Menschen mit geistiger Behinderung im Bodenseekreis dar. Das KoBV-Team besteht aus Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie Arbeitserzieherinnen und -erziehern der St. Gallus-Hilfe für behinderderte Menschen gGmbH, des Heims Pfingstweid e.V., der Camphill Dorfgemeinschaft Lehenhof e.V., des Integrationsfachdienstes Bodensee-Oberschwaben und Berufschullehrern der Claude-Dornier-Schule.
Die schulische und berufliche Bildung im KoBV läuft parallel und ist an die duale Ausbildung angelehnt. Die Dauer der Maßnahme beträgt elf Monate und kann bei Bedarf auf bis zu 18 Monate verlängert werden. Die gezielte berufsschulische Bildung erfolgt auf der Basis eines modularen Lehrprogramms an zwei Tagen an der Claude-Dornier-Schule. Dabei wird der individuelle berufliche Bildungsbedarf der Teilnehmer, wie er sich in der betrieblichen Praxis zeigt, konsequent aufgegriffen und unterstützt.
Die praktische Erprobung findet an drei Tagen in der Woche in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes statt. Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe in der Region, nehmen die Teilnehmer als Praktikanten in ihren Betrieben auf und binden sie in ihre betrieblichen Prozesse ein.
Während der Bildungsmaßnahme entwickeln, erproben und festigen die Teilnehmer arbeitsrelevante Kompetenzen und soziale Fähigkeiten unter den Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes. KoBV ermöglicht den Teilnehmern die selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben und erhöht so deutlich deren Chancen, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Text: Jörg Hinderberger
















